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Burghausener ist Strippenzieher

Rave vor Traumkulisse: So war das Jugendkultur-Festival „Moments“ am Chiemsee

„Sammle Momente, keine Dinge“: Das Motto des Jugendkultur Festival „Moments“ in Seebruck am Chiemsee ist Programm.
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„Sammle Momente, keine Dinge“: Das Motto des Jugendkultur Festival „Moments“ in Seebruck am Chiemsee ist Programm.

Das Jugendkultur-Festival „Moments“ lockte knapp 1000 Besucher auf die Naturbühne des nördlichen Chiemsee Ufers.

Seebruck – „Collect moments, not things“, zu Deutsch „Sammle Momente, keine Dinge“, hieß es letztes Wochenende zum vierten Mal am Strandbad in Seebruck. Das Motto, unter dem das Jugendkultur-Festival „Moments“ über die Naturbühne des nördlichen Chiemsee Ufers ging, ist Programm.

Was von der Ferne von so manchem als unliebsam wummernde „Lärmbelästigung“ empfunden wurde, war für knapp 1000 Jugendliche und junge Erwachsene, die aus nah und fern(er) angereist waren, ein Labsal für die Seele: Unvergessliche Momente des unbeschwerten Miteinanders.

Chillen am Chiemseeufer

Es wurde ausgiebig getanzt, am Chiemsee Ufer gechillt, sich unterhalten – „gefeiert“, wie es die junge Generation nennt.

Segelartige Zeltdächer und Bars wurden aufgebaut und mit re- und upcyceltem Dekor ausstaffiert.

Die Macher des „Moment-Festivals“, ein Team aus zwölf „Idealisten“, bieten damit einmal jährlich ein attraktives Kulturangebot für die Jugend außerhalb des urbanen Raumes. Das Festival ist seitens der Gemeinde Seeon-Seebruck mehr als „nur“ geduldet. Wie Dritte Bürgermeisterin Dr. Christine Kosanovic (FWGS) im Nachgang im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen betonte, sei es der Gemeinde ein Anliegen, neben der Angebote für die älteren Generationen, auch den Jungen etwas bieten zu können.

Vereinzelte Beschwerden von Anwohnern

Obwohl in den vergangenen Jahren vereinzelt Beschwerden von Anwohnern – die sich über die Lautstärke der nächtlichen Techno-Beats beschwerten – eingingen, überwiege das Positive. Zumal die Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsteam durchwegs angenehm sei, resümierte Kosanovic.

„Moments“ findet ausschließlich an diesem Ort statt, wie Mitorganisatorin Rosa Lazi erklärte.

Ein Teil des Seebrucker Standbadareals wird umzäunt, es werden segelartige Zeltdächer aufgespannt, Bars aufgebaut, die mit re- und upcyceltem Dekor ausstaffiert den Reiz einer entfesselten Traumkulisse versprüht. „Bühnenbilder“, könnte man sagen, die am weitläufigen Chiemseestrand imposante Wirkverstärkung finden: Traumfänger hier, eine kunstvolle Installation zum Klimawandel da und allerhand glitzernd-flatternde Bänder, verliehen dem Festivalgelände besonderes Flair.

Champagner Bar auf dem Jugendkultur-Festival „Moments“ am Chiemsee.

Zur Dämmerung war die Szenerie, die bis auf den Badesteg hinaus reichte, von Scheinwerfern und Lichterketten illuminiert, die sich stimmungsvoll im Chiemseewasser widerspiegelten.

„Moments“ vor der Alpenkulisse

In Ufernähe prangte, in kunstvollen Lettern aus Holz gestaltet, „Moments“ vor der Alpenkulisse – ein perfektes Motiv für Erinnerungs-Selfies.

„Moments“ vor der Alpenkulisse.

Auf den Tanzflächen der beiden Bühnen tanzten (ravten) die Besucher zeitvergessen, von 13 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts, zu mitreißenden Rhythmen elektronischer Tanzmusik, die von wechselnden DJs gemischt wurden. Wenn der Rave ruft, kommt man nicht aus.

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Den Wunsch nach „Freiheit“ und die Freude am Feiern wollen die Veranstalter aber auf keinen Fall auf Kosten der Natur leben. Das Seebrucker Open-Air-Musikfestival ist eine „saubere Sache“. Feiern unterm Sternenzelt, so die Idee, geht auch ohne „Müllberge“. Plastikgeschirr ist genauso ein Tabu wie Kippen in der Wiese. Beim kulinarischen Angebot wird auf regionale Dienstleister gesetzt. Der Umwelt wollen die Veranstalter mit Respekt begegnen und mit Ausnahme der (unvermeidbaren) Geräuschemission möglichst wenig „belasten“, also den Nachhaltigkeits-Gedanken beherzigen und umsetzen.

Tatkräftige Hilfe von Gleichgesinnten

„So könnten die jungen Besucher gar durch dieses Event, sensibilisiert werden, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren – nicht nur beim Moments-Festival, sondern darüber hinaus, die drei Hauptsäulen, Ökologie, Ökonomie und Soziales verinnerlichen“, hofft Rosa Lazi und betont, dass sich das Veranstaltungsteam seiner Verantwortung bewusst sei.

Strippenzieher der Open-Air-Sause ist der Burghausener Bernd Söldner, der mit seiner guten Idee in seinem Freundeskreis fand, worauf es ankommt, damit Träume wahr werden: Tatkräftige Hilfe von Gleichgesinnten, die für dieselbe Sache brennen und, die bereit sind kräftig anzupacken, damit möglichst viele lebenswerte „Moments“ gesammelt werden können.

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