System auf heimischen Seen

Wie ist das eigentlich mit den Sturmwarnleuchten?

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Dramatische Szenen spielten sich am vergangenen Samstag auf dem Chiemsee ab.
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Chiemsee - Wie funktioniert das System der Sturmleuchten auf den heimischen Seen? Nach der Seenot zweier junger Männer auf dem Chiemsee beschäftigt diese Frage unsere Leser.

Am vergangenen Wochenende hatten sich auf dem Chiemsee dramatische Szenen abgespielt.  Zwei Jugendliche waren am späten Samstagnachmittag zu einem Segeltörn auf dem Chiemsee aufgebrochen. Nach einigen Stunden fanden sie sich auf einem manövrierunfähigen Boot in einem nächtlichen Sturm mit acht Beaufort wieder. Letztlich wurden sie von der Wasserwacht gerettet. 

Die Sturmwarnleuchten des Sees waren zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Derartige Leuchten kommen auch an weiteren heimischen Seen zum Einsatz. Doch warum war das der Fall und wie funktioniert das zu Grunde liegende System eigentlich? - Diese Frage beschäftigte die Leser von chiemgau24.de.

Betrieb nur während Saison

"Der Betrieb der Sturmwarnleuchten auf den heimischen Seen richtet sich nach der üblichen Saison für den Wassersport von April bis Oktober", erläuterte Dr. Guido Wolz, Leiter der regionalen Wetterberatung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Nachfrage von chiemgau24.de. So ist dies mit dem Bayerischen Innenministerium vereinbart. Dieses schreibt wärend der Saison Warnsysteme für Wassersporttreibende vor Starkwind und Sturm auf den heimischen Seen vor. Ausnahmen gibt es nur für den Walchen- und den Forggensee, diese werden bereits ab dem 1. März bzw. erst dem 1. Mai bewarnt.

Ausgelöst werden die Leuchten von den Integrierten Leitstellen (ILS) von Rettungsdiensten und Polizei. Zuständig für das Chiemgau ist die Stelle in Traunstein. 

"Diese löst die Leuchten aus, wenn der DWD eine Warnung an Hand seiner Messungen im Umland und der Einschätzung seiner Experten herausgibt", erläutert  Wolz.  Die zuständige ILS sorgt auch für die Abschaltung der Warnleuchten am jeweiligen See, wenn sie eine Entwarnung durch die Regionale Wetterberatung (RWB) München erhält.

Quelle: rosenheim24.de

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