Ruhpoldingerin startet emotionalen Facebook-Aufruf

Heldin gesucht: Wo ist die Lebensretterin von Herrenchiemsee?

Chiemsee - Am 8. Juni diesen Jahres spielten sich auf der Herreninsel offenbar dramatische Szenen ab. Ein Mann war wohl plötzlich mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen. Eine junge Frau soll allerdings nicht lange gefackelt haben und rettete dem Mann durch überlegtes und ruhiges Handeln sein Leben. Nun sucht die Familie nach der unbekannten Heldin. 

"Hier seht ihr meinen Mann, Joachim. Er hatte am Montag, den 8. Juni auf der Herreninsel im Chiemsee einen Herzinfarkt." Mit diesen Worten beginnt der Facebook-Post einer Ehefrau, die am Montag vor einer Woche um das Leben ihres Mannes bangen musste. 


Diese unvergesslichen und lebensbedrohlichen Momente ereigneten sich laut Angaben der Frau i n der Nähe des Klosters und der Inseldoms zwischen 14 und 15 Uhr

Chiemsee: Junge Frau rettet Mann auf Herreninsel das Leben

"Ohne das großartige Zusammenspiel von allen Leuten vor Ort wäre mein Mann heute nicht mehr am Leben oder ein Schwerstpflegefall. Er hat das Ganze gut überstanden. Es geht ihm von Tag zu Tag besser und er darf diese Woche das Krankenhaus verlassen und dann auf Reha gehen. Wir möchten uns gerne bei einer Person besonders bedanken. Wir wissen aber keinen Namen und bitten um eure Mithilfe durch das Teilen dieses Berichtes", setzt die Frau aus Ruhpolding in ihrem Post fort. 


Der Beitrag verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Insgesamt über 12.000 Personen wollen helfen und haben den Post bereits geteilt (Stand: 16. Juni 14.45 Uhr). 

Die Frau und ihr Mann suchen nach einer jungen Frau, die zwischen 25 und 30 Jahre alt sein soll. Sie trug brünette, glatte, schulterlange Haare. Außerdem hatte sie Chucks und eine blaue Jacke an. Begleitet wurde sie von einem Mann mit Brille. 

Ohne das beherzte und vorbildliche Verhalten der jungen Frau würde es ihren Mann jetzt wohl nicht mehr geben, ist sich die Ruhpoldingerin sicher. Die betroffene Familie würde sich sehr freuen, der Lebensretterin persönlich danken zu können und hofft deshalb auf weitere Unterstützung aus der Gesellschaft. 

mz

Rubriklistenbild: © Collage dpa/Screenshot Facebook

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