Ranger trifft Gebietsbetreuer

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Gebietsbetreuer Hannes Krauss im Dialog mit den Nationalparkmitarbeitern

Berchtesgaden/Chiemsee - Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden verbrachten einen Tag am Chiemsee und tauschten sich dabei intensiv mit dem Gebietsbetreuer Chiemsee aus.

Eine Delegation der Mitarbeiterschaft des Nationalpark Berchtesgaden besuchte kürzlich den Chiemsee um die hiesige Flora und Fauna genauer unter die Lupe zu nehmen und um mit dem Gebietsbetreuer Chiemsee, Hannes Krauss, Erfahrungen auszutauschen.

Am Vormittag erkundeten die Fachleute im Rahmen der Deltabootsfahrt unter der professionellen Anleitung des Naturführers Peter Nentwig das Ökosystem Chiemsee. Sie legten dabei auch selbst Hand an, holten Sedimentproben herauf und untersuchten die in der Tiefe gefangenen Mikroorganismen. Von großem Interesse war auch die heimische Fischwelt, zu der Peter Nentwig detailliert Auskunft geben konnte. Von der Bojenkette aus, die die Grenzen des Naturschutzgebietes auf dem Wasser markiert, bot sich den Experten ein guter Einblick in das einzigartige Achendelta. Dabei diskutiere man mit dem Gebietsbetreuer die Schwierigkeiten der Besucherlenkung auf dem Wasser. Noch immer müssen Verstöße, wie z.B. durch einfahrende Kanus, oder illegal dort fischende Personen festgestellt werden. Kontrollen sind aufwendig und wären ohne die Wasserschutzpolizei Prien nicht zu bewerkstelligen.

Der Nachmittag war dem Land gewidmet. Unter Führung des Gebietsbetreuers wanderte man durch das Grabenstätt Moos in Richtung des Auwaldes des Naturschutzgebietes. Dort bewegte man sich selbstverständlich auf den bestehenden Wegen, die Kernzone war tabu. Unterwegs wurden an neuralgischen Punkten Problemstellungen identifiziert und diskutiert. Im Nationalpark und auch am Chiemsee spielt das Thema der Besucherlenkung eine große Rolle. Es geht dabei darum, sensible Landschaftsräume zu schonen und gleichzeitig dem Menschen einen Einblick in die schützenswerte Natur zu gewähren. Sowohl Ranger als auch Gebietsbetreuer wollen ihr Ziel mittels Aufklärung und nicht über Strafen erreichen. Ziel ist es die Leute zu informieren und sie aus eigener Motivation dazu anzuhalten, ökologisch wertvolle Flächen nicht zu betreten. Auch für das Achendelta wurden einige verbesserungswürdige Aspekte festgestellt. Beispielsweise wird die prominente Erschließung des Naturschutzgebietes über die Hochwasserschutzdämme als problematisch angesehen.

Die Nationalparkmitarbeiter, die immerhin die imposante Bergwelt der Berchtesgadener Alpen zu ihrem Arbeitsgebiet zählen, zeigten sich beeindruckt von der Einzigartigkeit der Chiemseelandschaft. Vor allem die Urtümlichkeit des Achendeltas hatte es ihnen angetan. Am Ende des Tages war man sich einig: Es ist wertvoll und hilfreich, Erfahrungen auszutauschen, um den bestmöglichen Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erreichen - immer unter Berücksichtigung der Belange des Menschen.

Pressemitteilung Gebietsbetreuer Chiemsee

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