Positive Signale aus den Kommunen für Übernahme von Defizit

Gute Aussichten für Ringbusse

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Franz Polland, Niederlassungsleiter des RVO Rosenheim (Zweiter von links), wurde als Mitbegründer der Chiemseeringlinie von Rimstings Bürgermeister Josef Mayer, Priens Bürgermeister Jürgen Seifert und Chiemsee-Alpenland-Geschäftsführerin Christina Pfaffinger (von links) verabschiedet, weil er in den Ruhestand geht.

Chiemsee - Die Chiemseeringlinie kann für die abgelaufene Saison eine positive Bilanz vorweisen. Die Fahrgastzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

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Eine erfreuliche Bilanz konnte Rimstings Bürgermeister Josef Mayer jetzt als Vorsitzender des AZV (Abwasser- und Umweltverband) Chiemsee beim Saisonabschluss der Chiemseeringlinie ziehen. Die beiden Busse beförderten im sechsten Betriebsjahr genau 16255 Passagiere, zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Täglich haben von 26. Mai bis 7. Oktober im Schnitt 120 Personen den Service genutzt, der für Kurkarteninhaber kostenlos ist. 3365 Fahrräder transportierten die Anhänger der beiden Busse für einen Euro pro Stück. Auch hier weist die Statistik des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) ein Plus von knapp fünf Prozent aus.

Auch Priens Bürgermeister Jürgen Seifert und sein Amtskollege Konrad Glück aus Seeon-Seebruck, beide stellvertretende AZV-Vorsitzende, würdigten die positive Entwicklung: "Die Chiemseeringlinie ist unser Alleinstellungsmerkmal, wir werden daran festhalten."

Dieses Bekenntnis gibt zugleich die Richtung für eine finanzielle Umstrukturierung vor. Der auf fünf Jahre ausgelegte Vertrag zwischen RVO und allen Beteiligten ist ausgelaufen. Der RVO hat daraufhin angekündigt, dass jährliche Defizit der Linie von rund 30000 Euro nicht mehr ausgleichen zu können und zu wollen.

Nun sind vor allem die Kommunen rund um das Bayerische Meer gefordert, in denen die Busse halten. In den ersten Gemeinderäten gab es schon positive Tendenzen, aber noch keine Beschlüsse zur Aufstockung des jeweiligen Anteils. Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen und Signale ist AZV-Chef Josef Mayer aber sehr zuversichtlich, dass die Ringlinie auch 2013 im bisherigen Umfang betrieben werden kann, sagte er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Heuer fuhren die beiden Busse insgesamt fünf tägliche Runden um den Chiemsee.

db/Chiemgau-Zeitung

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