Christkindlmarkt braucht Geldspritze

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Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel

Gstadt/Gollenshausen - Die Priener Tourismus GmbH sucht finanzielle Unterstützung für den Fraueninsler Christkindlmarkt. Er ist trotz riesiger Besucherzahlen ein Draufzahlgeschäft.

Als erstes kommunalpolitisches Gremium hat sich der Gemeinderat von Gstadt in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung mit der Frage befasst, ob die Kommune den Fraueninsler Christkindlmarkt finanziell unterstützen soll. Die Tendenz ging in die ablehnende Richtung. Entschieden wurde im Gemeindesaal von Gollenshausern aber noch nichts.

Hainz grundsätzlich gegen Beteiligung

Am Schluss seiner öffentlichen Sitzung diskutierte das Gremium über ein Schreiben der PTG, das kurz zuvor eingegangen war und deshalb nicht auf der Tagesordnung stand. Bürgermeister Bernhard Hainz sprach sich grundsätzlich gegen eine finanzielle Beteiligung an den Kosten für den Markt aus, da die Gemeinde schon eine größere Vorleistung erbringe, indem sie am Feuerwehrhaus einen Parkplatz für Busse zur Verfügung stellt, die Besuchergruppen aus nah und fern zum Christkindlmarkt auf Frauenchiemsee bingen.

Da dieser Punkt nicht auf der Tagesordnung stand, soll der Antrag der PTG auf finanzielle Beteiligung am Christkindlmarkt, der jeweils an den ersten beiden Adventswochenenden stattfindet, in einer der nächsten Sitzungen nochmals behandelt werden. Dazu soll auch die Tourist-Info Gstadt Stellung nehmen.

PTG hat 30000 Euro draufgezahlt

Der Geschäftsführer der PTG, Bertram Vogel, führte in dem Schreiben aus, dass der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel, den die PTG in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Chiemsee veranstaltet, heuer schon zum zwölften Mal stattfinde. Jedes Jahr locke der Markt rund 50000 Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland an den Chiemsee.

Der Christkindlmarkt 2011:

Christkindlmarkt auf der Fraueninsel

Für die PTG habe der Markt jedoch eine Kehrseite, da ihr zuletzt für die Durchführung der Veranstaltung ein Defizit von 30000 Euro entstanden sei. Die PTG stelle sich vor, dass dieses Defizit auf mehrere Schultern derer verteilt werde, die von dem Markt und den großen Besucherzahlen profitieren, heißt es in dem Schreiben weiter. Vogel stellt die Möglichkeit einer Unterstützung durch eine Fördergemeinschaft für das Jahr 2013 zur Diskussion.

Bürgermeister Hainz räumte ein, dass wohl ein großer Teil der Besucher von Gstadt aus mit dem Schiff zur Fraueninsel übersetze und die privaten Parkplatzbesitzer Gstadts davon profitieren, sowie auch teilweise der Tourismus in der Gemeinde.

Der Bürgermeister war aber auch der Meinung, dass die Gemeinde mit dem Busparkplatz am Feuerwehrhaus schon eine gewisse Vorleistung erbringe. Zudem werde dort auch die Unterbringung der Busfahrer gewährleistet.

In einer der nächsten Sitzungen soll das Thema nochmals behandelt werden.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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