Club hofft auf neues Heim

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Auf diesem gepflasterten Platz, wo jetzt noch Holzbalken lagern, wird der SCPC heuer in der Segelsaison ein Zelt als Übergangsquartier aufstellen.

Prien - Auf ein "hartes" Jahr 2010 stimmte Lothar Demps die Mitglieder des Segelclubs Prien am Chiemsee bei der Jahreshauptversammlung ein. Der Präsident äußerte sich auch zum geplanten Neubau der Halle 1 und des Clubheims.

Die jüngsten Gespräche mit Bürgermeister, Verwaltung und Planern seien "konstruktiv" verlaufen. Außerdem bestehe die Aussicht auf finanzielle Förderung als integratives Leistungszentrum. In dieser Segelsaison werde aber ein Zelt die Heimat des SCPC bleiben.

Gleich zu Beginn räumte Demps ein, dass es in der Vergangenheit zu "vielen Irritationen gekommen ist". Recht turbulent sei daher auch die außerordentliche Mitgliederversammlung Ende 2009 verlaufen, in deren Mittelpunkt der Hallen- und Clubheim-Neubau stand.

Um für die gut 80 Seglerinnen und Segler im "Bayerischen Hof" den komplizierten Sachverhalt und die Zusammenhänge verständlicher zu machen, hatten Demps und sein Stellvertreter Bernd Loos eine Liste mit Abkürzungen und den sich dahinter verbergenden Institutionen zusammengestellt.

Letztlich könne der Verein die Summe für den Neubau des Clubheims nur stemmen, wenn Zuschüsse fließen, stellte Demps klar.

Der SCPC hatte seit der Gründung sein Domizil in der "Stippelwerft" und das Clubheim war in der "Halle 1" mitintegriert. Der Sportboothafen und die gesamte Werft stehen aber im Verantwortungsbereich der gemeindlichen Priener Tourismus GmbH (PTG), die als Bauherr auftritt.

Im vergangenen Jahr war der SCPC als integratives Leistungszentrum und Ausbildungsstätte im Segelsport offiziell vom Bayerischen Seglerverband (BSV) sowie vom Behinderten- und Versehrten Sportverband, Sparte Segeln mit Handicap, anerkannt worden. Erfolgreich führte er bereits seit zwei Jahren internationale Regatten der Klasse 2.4 durch.

Heuer werde der Yachtclub Urfahrn (YCU) für diese Regatten sein Clubheim dankeswerterweise zur Verfügung stellen, freute sich Demps über die Unterstützung.

Beim Bayerischen Landessportverband (BLSV) stellte der Club auch Antrag auf Förderung, ebenso beim BSV. Doch, wie Loos ausführte, müsste für diese Förderung von zirka 100.000 Euro erst der Gemeinderat zustimmen.

"Wir brauchen die Zusage der Gemeinde für eine Bürgschaft in Höhe von 50.000 Euro und einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 32 Jahren", ging Demps ins Detail.

Dass es zu "Irritationen" gekommen war, habe an der Tatsache gelegen, dass ab der ersten Planungsvorstellung und insbesondere bei der außerordentlichen Versammlung die Bayerische Sportförderung (BSF) auf den Plan getreten war. Dieser 2009 gegründete gemeinnützige Verein möchte Menschen mit und ohne Behinderung den Zugang zum Sport erleichtern beziehungsweise ermöglichen.

Der BSF hatte gut 500.000 Euro in Aussicht gestellt, das für sollte allerdings im wieder aufgebauten Wassersportzentrum auch die Möglichkeit gegeben sein zu übernachten. Dafür wünscht sich der BSF vier Räume mit jeweils zwei Schlafplätzen. "Am 21. April steht ein Gespräch mit dem BSF, dem SCPC und der Gemeinde an", die derzeit das Projekt des BSF prüft", kündigte Demps an.

Über weitere Themen der Jahreshauptversammlung berichten wir noch.

daa/Chiemgau-Zeitung

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