Römerwochen bescherten Seeon-Seebruck ein medienwirksames Interesse

"Das ist mit Geld nicht zu bezahlen"

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Die Römerwochen "Vivat Bedaium" insbesondere die "Viktoria", eine Galeere aus Norddeutschland, auf der auch Ministerpräsident Horst Seehofer mit an Bord war, haben der Gemeinde Seeon-Seebruck ein großes Medieninteresse beschert. Bei den Bürgerversammlungen erinnerte Konrad Glück an die gelungene Veranstaltung.

Seeon-Seebruck - Die Römerwochen "Vivat Bedaium" im Sommer letzten Jahres, haben der Gemeinde Seeon-Seebruck ein medienwirksames Interesse beschert.

Vor allem das Römerschiff "Viktoria" habe uns eine unbezahlbare Berichterstattung in der Presse eingebracht, freute sich Bürgermeister Konrad Glück bei den Bürgerversammlungen.

Bei den Rundfahrten der 16 Meter langen Galeere aus Haltern in Norddeutschland war auch der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer im Rahmen einer Konferenz für Tourismus- und Wirtschaftsfragen mit an Bord. Der bayerische Landesvater war begeistert. "Das ist mit Geld nicht zu bezahlen", schwärmte Seehofer vor zahlreichen Fotografen und Pressevertretern.

Als weitere medienwirksame Aktionen erwähnte Glück den ersten Chiemsee-Triathlon, der durch das Gemeindegebiet führte und die Bayernrundfahrt der Radprofis, deren erste Etappe von Traunstein über Seebruck nach Eggstätt führte. Als eine touristische Bereicherung bezeichnete der Bürgermeister die Ausschilderung des "Mühlenweges", auf dessen Route die ursprüngliche Bedeutung der Mühlen im Gemeindegebiet wieder in Erinnerung gerufen wird. Entlang der Ischler Achen lagen die Mühlen von Ischl, Leiten, Maisham und Roitham. Es gibt einen kleinen, rund acht Kilometer langen, und einen großen, zirka zwölf Kilometer langen Mühlenweg. Beide beginnen in Ischl und führen zunächst über Leiten, Maisham, Roitham nach Pavolding.

Stets an Bedeutung gewinnt auch das Aktivprogramm mit Floßfahrten, Bergwanderungen und Erlebnisführungen durch den ehemaligen Römerort Seebruck mit Legionär "Quintus Tiberius Octavius" alias Matthias Ziereis von der Tourist-Info. Nach Aussagen des Bürgermeisters werden die Erlebnisführungen zwischenzeitlich von vielen Schulklassen als anschaulicher Geschichtsunterricht gebucht. Große Resonanz habe auch wieder das Bedaius-Familienfest in Stöffling und der Familientag im Römermuseum sowie das Kinderferienprogramm gefunden.

Erfreulich fiel die Bilanz der Tourist-Info aus. Laut Glück konnte 2012 im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von über 9500 Übernachtungen verzeichnet werden. Insgesamt konnten über 146500 Übernachtungen gezählt werden. Bei den Gästeankünften stieg die Zahl um 1300 auf insgesamt 34900. Mit den Übernachtungen im Kloster Seeon, der Herzklinik Seebruck und den Zweitwohnungen, wurden in der Tourist-Info 204387 Übernachtungen mit 46381 Gästeankünften gezählt. Damit knüpfe die Gemeinde an sein bestes Jahr 1990 an, so der Bürgermeister.

In Sachen Marketing und Werbung teilte er mit, dass unter anderem die mittlerweile dritte Auflage des Gastgeberverzeichnisses "6 am Chiemsee" erschienen sei und heuer eine Erweiterung mit den sieben Gemeinden des Waginger Sees, sowohl für den Veranstaltungskalender als auch für den Urlaubsbegleiter im Gespräch sei.

Stellung bezog er auch zur Auflösung des Tourismusverbandes München Oberbayern, der, wie berichtet, wegen Verstöße gegen EU-Förderbestimmungen Insolvenz anmelden musste.

Dass die Chiemsee-Gemeinde, respektive das Kloster Seeon, auch ein beliebter Trauungsort ist, belegen die aktuellen Zahlen des Standesamtes. Mit 215 Trauungen konnte ein neuer Höchststand erreicht werden. Das Standesamt nimmt in der Gemeinde eine außergewöhnliche Stellung ein, auch wegen ihres stilvollen Ambientes. In Seeon können sich Brautpaare auch außerhalb der üblichen Standesamt-Dienstzeiten das Ja-Wort geben.

ga/Chiemgau Zeitung

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