Eva Penthin neu in der Vorstandschaft - Gerüst für zweite Priener Gesundheitswoche steht schon

Voggenauer folgt Kaiser

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Der scheidende Vorsitzende Andi Kaiser (rechts) begrüßt Eva Penthin (Dritte von links) als Neuzugang in der Vorstandschaft der PrienPartner. Kaisers Nachfolger ist Dirk Voggenauer (Zweiter von links). Die Führungsriege komplettieren Peter Wulf (Zweiter von rechts) und Dr. Herbert Reuther (links). Ida Brömse (Dritte von rechts), die als hauptamtliche Mitarbeiterin des Vereins maßgeblich für die Umsetzung von Aktionen und Veranstaltungen verantwortlich zeichnet, erhielt für ihre Arbeit von den Vereinsmitgliedern viel Applaus.

Prien - Knapp zwei Jahre nach Gründung der PrienPartner als Nachfolgeorganisation des Verbands Priener Unternehmer (VPU) hat der Verein einen neuen Vorsitzenden.

Einstimmig wählten 35 Mitglieder am Dienstag Abend im "Yachthotel" den bisherigen Stellvertreter Dirk Voggenauer (Orthopädieschuhtechnik) zum Nachfolger von Andi Kaiser ("Sport Kaiser"). Voggenauer hatte 2012 schon über mehrere Monate die Führungsarbeit erledigt, als Kaiser gesundheitsbedingt kürzer treten musste. Gesundheitliche Gründe, die er sehr offen darlegte, waren es auch hauptsächlich, die ihn zum Rückzug in die zweite Reihe von Vereinsausschuss und Arbeitsgruppen veranlasst hatten.

Die Vorstandschaft komplettiert nun neben Peter Wulf (Hotel "Luitpold") und Dr. Herbert Reuther ("Marien-Apotheke") Eva Penthin. Die Marketingmitarbeiterin der Gesundheitswelt Chiemgau (GWC), die in der Marktgemeinde die Klinik St. Irmingard betreibt, setzte sich als neue Dritte Stellvertreterin unter der Wahlleitung von Peter Holzner (VR Bank) knapp mit 19 zu 16 Stimmen gegen Andrea Lagerbauer vom "Chiemgauer Radhaus" durch, die ebenfalls für den vakanten "Vize"-Posten kandidiert hatte.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Bilanz der bisherigen Arbeit und Vorstellung der Planung für 2013. Überstrahlt wurde der Rückblick von der ersten Priener Gesundheitswoche im April 2012. Von der Idee bis zur Umsetzung waren gerade einige Monate vergangen. Die Reihe mit 40 Dozenten, die allesamt auf Honorare verzichtet hatten, flankiert von einer sportlichen Auftaktveranstaltung und einer zweitägigen Messe, habe mit 4000 Besuchern auch die Erwartungen der PrienPartner selbst weit übertroffen, freute sich Wulf.

Das Gerüst für die zweite Gesundheitswoche vom 6. bis 14. April stehe bereits. Auch bei der Neuauflage wolle der Verein wie im vergangenen Jahr mit einem Beitrag von 3000 Euro bei einem Gesamtbudget der Veranstaltung von 30000 Euro auskommen, kündigte er an. Den medialen Gegenwert durch die Berichterstattung bezifferte er auf über 100000 Euro.

Ergänzt werden soll die Gesundheitswoche heuer Ende April durch die erste "Priener Radlwoche" in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Radfahrverein und einigen ortsansässigen Fachgeschäften. Die Priener Tourismus GmbH (PTG) hat dazu Pauschalangebote entwickelt, die auch Übernachtungsgäste nach Prien locken sollen.

Kaiser appellierte in seiner Abschiedsrede als Frontmann des Vereins unter anderem an die Mitglieder, mehr in gemeinsame Werbung zu investieren, zum Beispiel für die verkaufsoffenen Sonntage. Zudem forderte er die Schaffung zusätzlicher Ladenflächen und die Schließung vorhandener Lücken im Ortszentrum. Applaus erntete er für einen Slogan, der animieren soll, nicht nur als Einzelhändler im Ort zu verkaufen, sondern auch einzukaufen und nicht wegen vermeintlicher Preisersparnisse zum Beispiel nach Rosenheim abzuwandern. "Fahr nicht fort, kauf am Ort", gab Kaiser als Motto aus.

Beifall spendeten die Mitglieder auch Ida Brömse, die als festangestellte Mitarbeiterin maßgeblich für die Umsetzung von Aktionen und Veranstaltungen verantwortlich zeichnet. Dr. Reuther überreichte ihr dafür spontan einen "Stern" - in Form einer weihnachtlichen Topfpflanze, die als Deko auf dem Tisch stand. PTG-Chef Bertram Vogel beschrieb Brömses Beharrlichkeit als "charmante, hartnäckige Art". Es brauche diese professionelle "Kümmerin", die Klinken putzen gehe.

Den Gegenwert von Brömses Arbeit bezifferte Klaus Löhmann, als Tourismus- und Wirtschaftsreferent des Marktgemeinderats Bindeglied zwischen Gewerbeverein und Kommunalpolitik, auf "24000 plus X" Euro Personalkosten, als er die Eckdaten des Jahresbudgets 2013 skizzierte. Auf der Ausgabenseite steht als wesentlicher Posten neben der Gesundheitswoche (3000), "Swinging Prien" (5000), der "langen blauen Nacht" (6000) und Werbung (3000) auch 2000 Euro für einen "Blumenstart". Zum Frühlingsfest der PTG Anfang Mai wollen Gemeinde und PrienPartner die Einheimischen durch günstige Angebote von Pflanzen und Beratung animieren, ihre Anwesen zu verschönern.

Gegenfinanziert werden soll das Aktionspaket, das sich auf 43000 Euro summiert, Löhmann zufolge durch Beiträge (28000), einen Zuschuss der Gemeinde (15000) und Einnahmen aus Standmieten vom wöchentlichen "grünen Markt" (7000 Euro).

Löhmann ermutigte die PrienPartner-Mitglieder auch zur Begleitung des laufenden Entstehungsprozesses für Ortsentwicklungsprojekte. Wie berichtet, hatte der Markt Prien kürzlich 1,4 Millionen Euro Fördergelder zugesagt bekommen, um vornehmlich das Bahnhofsumfeld umgestalten zu können. "Es ist wichtig, dass dieser Verein bei der Entwicklung unseres Ortes ein gehöriges Wort mitredet", sagte der Wirtschaftsreferent.

db/Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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