Diskussion um Kreisverkehr in Laimgrub

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Chieming - Die Gemeinde erörtert die Gestaltung der Mittelinsel des Kreisverkehres, den der Freistaat in Laimgrub baut. Eine Grünfläche ist ebenso vorstellbar wie eine Ausschmückung mit einem Kunstwerk.

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Das staatliche Bauamt beginnt im Herbst mit dem Bau des Kreisels in Laimgrub. Laut Bürgermeister Benno Graf summieren sich die Kosten auf 300.000 Euro.

Der Kreisverkehr wird einen Durchmesser von 44 Metern haben. Fünf Laternen werden ihn beleuchten. Auf Vorschlag von Landschaftsarchitekt Wolfgang Schuardt könnte in der Mitte ein Stahl- oder Kunststoffnetz auf drei Pfosten in einem sandigen Boden angebracht werden. Zudem ist geplant, die alten Wasserleitungen zu erneuern.

Die Firma "Siteco" aus Traunreut werde, so Graf, ein Beleuchtungskonzept erstellen. Vorgesehen sei auch eine provisorische Umleitungsstraße, die dann in der Bauphase Fahrzeuge, die aus Sondermoning kommen und in Richtung Traunstein fahren wollen, über das Grundstück Zenz in Laimgrub leitet.

Die Gemeinderäte diskutierten über die Gestaltung der Mittelinsel des geplanten Kreisverkehrs. Zum einen war nur von einer Grünfläche die Rede, zum anderen von der Anbringung eines Kunstwerkes in Form eines Fischkutters oder eines Hechtes.

Eine Empfehlung lautete, das Gemeindewappen anzubringen. Aber auch am Vorschlag des Landschaftsarchitekten fanden einige Gefallen. Letztlich einigten sich die Mitglieder des Gemeinderats darauf, eine Arbeitsgruppe unter Einbeziehung des Landschaftsarchitekten zu bilden. Zudem wurde angeregt, mit den Erben des verstorbenen Künstlers Heinrich Kirchner zu reden und Hans Thurner, Bürgermeister und Künstler aus Obing, mit einzubinden.

Mehrheitlich billigte der Gemeinderat die Planungen für eine Umgestaltung des Rundweges am Chiemseeufer. Erläuterungen gab Diplomingenieur Matthias Gerold vom Ingenieurbüro Dippold und Gerold in Prien.

Von der Gemeindegrenze Seebruck bis nach Arlaching ist auf 1025 Metern eine neue Trasse an der Staatsstraße geplant. Gerold sagte, dass in Arlaching eine Unterführung vorgesehen sei, um dann über Schützing nach Chieming zu kommen. Der Haken: Um die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer bauen zu können, müsste noch ein Grundstück erworben werden. Doch der Besitzer sei nicht bereit, so Gerold, seinen Grund und Boden abzugeben.

Auch Graf meinte, dieser Bereich sei ideal für eine Unterführung. Die Baumaßnahme würde der Verkehrssicherheit dienen. Außerdem würde der Rundweg landseitig parallel zur Staatsstraße verlaufen.

Graf betonte, "zum Nulltarif" werde die Gemeinde einen Kilometer Geh- und Radweg bis Arlaching erhalten. Die Unterführung koste insgesamt um die 380.000 Euro, die Gemeinde Chieming habe 170.000 Euro zu zahlen. "Ich gebe nicht auf und werde weiterhin alles versuchen, das dringend benötigte Grundstück doch noch zu bekommen", sagte der Bürgermeister.

Die Räte meinten, man müsste an anderer Stelle entlang der Staatsstraße im Raum Arlaching versuchen, eine Unterführung zu bauen. Doch Baumaßnahmen etwa an der Bushaltestelle Ising oder im Uferbereich bei Arlaching seien, entgegneten Graf und Gerold, viel teurer.

Der Diplomingenieur aus Prien erläuterte auch die Fortführung des Rundweges von der Unterwirtskurve bis hin zum gemeindlichen Kiosk am Ortsausgang von Chieming in Richtung Grabenstätt. Auf einer Länge von 600 Metern erfolgt im September dieses Jahres parallel zur Ortsdurchfahrt die Verbreiterung des dortigen Geh- und Radweges auf zwei bis 2,50 Meter. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 184.000 Euro. Davon hat die Gemeinde Chieming 83.000 Euro zu zahlen.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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