Diskussion über Dämme und Wälle

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Drei der fünf Tennisplätze der Sportanlage in Westernach wurden beim Hochwasser vor zwei Wochen schwer in Mitleidenschaft gezogen, als die Prien über die Ufer trat und größere Mengen Schlamm auf die Plätze spülte. 

Rimsting - Beim Hochwasser vor knapp zwei Wochen gab es im Rimstinger Gemeindebereich wieder zahlreiche Schäden. Jetzt diskutierte der Gemeinderat darüber.

Besonders betroffen waren zum wiederholten Mal die Sportanlage und die Strandanlage in Westernach, weil dort die Prien über die Ufer getreten war.

Bürgermeister Josef Mayer informierte die Gemeinderäte in der Sitzung im Rathaus, dass an der Sportanlage in Westernach wegen des Hochwasserss wieder erhebliche Schäden zu verzeichnen gewesen seien. So seien drei Tennisplätze zerstört worden, weil durch die Überflutung der Prien Schlamm auf die Anlage gespült worden war (wir berichteten).

Nur zwei Plätze seien unbeschädigt geblieben. Es sei zu erwarten, so Mayer, dass der Tennisklub bei der Gemeinde eine Verbesserung des Hochwasserschutzes beantragen werde.

Außerdem sei bei der Sportanlage auch zum wiederholten Mal die Aschenbahn ausgespült worden. Sie soll vom gemeindlichen Bauhof in Eigenleistung wiederhergestellt werden, kündigte der Bürgermeister an.

Der Gemeinderat debattierte über mehrere Möglichkeiten, wie der Hochwasserschutz entlang der Prien verbessert werden könnte. Unter anderem wurde vorgeschlagen, einen Damm anzulegen beziehungsweise den Gehweg entlang der Prien höher zu legen. Der Nachteil wäre jedoch, dass die Prien dann in Richtung Süden auf Priener Gemeindegebiet abfließe.

Angeregt wurde auch, einen zusätzlichen künstlichen Abflusskanal für die Prien in den Chiemsee anzulegen. Zudem wurde ins Gespräch gebracht, den Wall entlang der Sportanlage zu erhöhen und zu verlängern.

Der Gemeinderat war sich einig, dass für einen zusätzlichen Hochwasserschutz in allen Fällen das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim zuständig sei. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass dieBehörde bis jetzt jede Maßnahme abgelehnt habe mit dem Argument, dass mit den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln zuerst bebaute Gebiete geschützt werden müssten.

Das Gremium sprach sich trotzdem dafür aus, beim Wasserwirtschaftsamt einen neuen Vorstoß zu unternehmen, obwohl in der Vergangenheit von der Behörde in Rimsting schon viel geleistet worden sei. Bürgermeister und Verwaltung wurden beauftragt, eine entsprechende schriftliche Anfrage zu stellen.

Im Rahmen der Diskussion wurde auch der beispielhafte Einsatz des Bauhofleiters Johann Gaßbichler beim jüngsten Hochwasser gewürdigt. Er sei an der Sportanlage und Strandanlage sofort zur Stelle gewesen, früh am Morgen und spät am Abend, und noch dazu am Feiertag, lobte der Bürgermeister.

Johann Nußbaum (UWG) ergänzte, dass das Hochwasser am Uferweg ein sehr tiefes Loch ausgespült hatte, was zu Unfällen hätte führen können. Gaßbichler habe auf Anruf den Schaden außerhalb der Dienstzeit sofort behoben. Der Einsatz des Bauhofleiters verdiene daher besondere Anerkennung und Dank.

th/Chiemgau-Zeitung

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