Dorflift scheint gerettet

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Weil die Zahl der Betriebe, die sich am "Partnermodell: Freie Fahrt am Dorflift" beteiligen, gestiegen ist, scheint die Aufstiegshilfe am Hausberg gesichert.

Reit im Winkl - Noch vor wenigen Wochen wurde in Reit im Winkl das "Aus" für den Betrieb des Dorflifts befürchtet, nun scheint für die kommende Wintersaison seine Zukunft gesichert.

Mehrfach hatten die verantwortlichen Betreiber und auch die Gemeinde sich intensiv darum bemüht, noch mehr Übernachtungsbetriebe in das Finanzierungskonzept des Hausberglifts einzubinden, was zunächst schwierig erschien. Auch die Hauptsponsoren der für den Wintersportort wichtigen Einrichtung schienen sich von ihrem Engagement zurückziehen zu wollen: Während die Kosten stiegen, nahm der Zuspruch stetig ab. Nach intensiven Gesprächen und mehreren Aufrufen im Ort konnte Bürgermeister Josef Heigenhauser jetzt feststellen, dass die Zukunft des Reit im Winkler Dorflifts "mittelfristig" gesichert sei.

Wesentlicher Grund dafür war die Tatsache, dass sich 32 neue Übernachtungsbetriebe am "Partnermodell: Freie Fahrt am Dorflift" beteiligen wollen. Dies bedeutet, durch das Bezahlen einer von der Bettenanzahl abhängigen Pauschale können die Gäste der jeweiligen Pension kostenlos am Hausberg ihrem Wintersportvergnügen nachgehen. Damit stieg die Anzahl der beteiligten Betriebe auf 112. Pro Winter bedeutet dies in finanzieller Hinsicht eine Mehreinnahme von 7000 Euro. Auch die bisherigen Hauptunterstützer, mehrere Hoteliers und der Inhaber eines großen Sportwarengeschäfts am Ort, wollen sich künftig noch mehr engagieren. Schließlich beabsichtigen auch die beiden Skischulen den Hausberg stärker als Übungshang zu berücksichtigen, was eine der beiden Skischulen so versicherte, während die andere einige Vorschläge zur besseren Nutzung unterbreitete.

Einschließlich der indirekten Finanzierung des Betriebs durch die Gemeinde beträgt der finanzielle Aufwand "über 50000 Euro je Winter", legte der Bürgermeister dar. Diese Summe sei für den Unterhalt des rund 500 Meter langen, an einem Südhang in unmittelbarer Zentrumsnähe gelegenen, traditionsreichen Hausberglifts notwendig. Froh sei man über Weiterführung, weil es gelungen sei, mit der Einbindung von weiteren 32 Pensionen auch dem Wert der dörflichen Solidarität mehr Gewicht zu geben, aber auch, weil etliche Skivereine benachbarter Orte wie Grassau, Marquartstein und Übersee schriftlich nachhaltig darum gebeten hatten, alles zum Erhalt dieses idealen Trainingsgeländes für Skifahrer und Snowboarder zu unternehmen. Die nächsten Winter werden zeigen, wie die Zukunft des Reit im Winkler Dorflifts wirklich aussieht.

ost/Chiemgau-Zeitung

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