Drei Plätze wurden schwer beschädigt

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Im Juni trat die Prien über die Ufer und überflutete die Straße zur Strandanlage in Westernach. Gleich dahinter liegen die Plätze des Tennisclubs. Früher drang das Hochwasser auf der Südseite ein. Seit dort ein hoher Damm gebaut wurde, sucht sich die Flut ihren Weg auf der Westseite.

Rimsting - Das Hochwasser im Juni hatte den Rimstinger Tennisclub schwer getroffen. Die Plätze auf seiner Anlage in Westernach wurden überflutet. Der Verein drängt jetzt auf eine Verbesserung des Hochwasserschutzes.

Der RTC hat bei der Gemeinde als Grundstücksbesitzer beantragt, dass der bestehende kleine Schutzwall an der Westseite der Anlage erhöht werden soll. Der Gemeinderat zeigte sich in der jüngsten Sitzung im Rathaus offen für eine Verbesserung, will jedoch zuerst Kostenangebote einholen.

RTC-Vorsitzender Stefan Julinek hatte in einem Schreiben an den Rat beantragt, dass der Wall auf der Westseite des Geländes baldmöglichst erhöht werden soll. Er soll ebenso hoch werden wie die bereits bestehende Befestigung auf der Südseite des Clubgeländes, die der Prien am nächsten liegt.

Die Kosten schätzt der Verein aufgrund eines Angebots einer Rimstinger Firma auf rund 15000 Euro. Julinik betonte, dass sich die Mitglieder eine "ansprechende geländeangepasste Gestaltung" des Schutzwalles durchaus vorstellen können und auch an der Verwirklichung gerne mitwirken wollen.

Die Überflutung im Juni habe drei der Plätze und den Kleinfeldplatz für Kinder schwer getroffen, berichtete Julinek. Den Gesamtschaden bezifferte der RTC-Vorstand auf 70000 Euro. Jegliche Sanierung und Wiederherstellung habe nur dann einen Sinn, wenn vorher oder wenigstens gleichzeitig der Hochwasserschutz der Anlage entscheidend verbessert werde. Wie der RTC für eine Wiederherstellung der kaputten Plätze sorgen könne, sei derzeit jedoch völlig ungewiss, so Julinek. Dabei habe sich gerade in der Sommersaison gezeigt, dass der Club mit den nicht geschädigten vier Plätzen in keiner Weise auskomme.

Julinek wies auch darauf hin, dass die Prien nach ergiebigen Regenfällen Ende Juli fast zum zweiten Mal in diesem Sommer über die Ufer getreten wäre. Kritisch sei die Lage vor allem westlich der Tennisplätze gewesen.

Aufgrund der finanziellen Belastungen stehe der auch geplante Neubau des gemeinsamen Vereinshauses von TSV und RTC auf "unsicheren Beinen", so der Vorsitzende des Tennisclubs. Die Mitglieder hätten wenig Verständnis, wenn der RTC ein Clubheim bauen würde, dafür aber auf Tennisplätze verzichtet werden solle.

Der Gemeinderat war sich darüber einig, dass für den Hochwasserschutz der Tennisanlage etwas getan werden müsse. Es sei notwendig, den kleinen Erdhügel, der auf der Westseite als Hochwasserschutz dient, entsprechend zu erhöhen.

Brigitte Feichtner (UWG) plädierte dafür, aber zuerst Kostenangebote einzuholen. Dies soll nun auch geschehen.

Bürgermeister Josef Mayer berichtete ergänzend von einem Ortstermin mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim. Dabei habe ein Mitarbeiter der Behörde erklärt, dass in diesem Falle ein sogenannnter Objektschutz durch das Amt nicht infrage komme.

Die Gemeinde Rimsting müsse die Anlage selber schützen.

th/Chiemgau-Zeitung

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