Dank an Eggstätter Landwirt

BayernNetzNatur-Projekt „Netzwerke für den Kiebitz“

(v.l.n.r.): Margit Böhm (Untere Naturschutzbehörde am LRA Rosenheim), Anna Osterauer, Bürgermeister Christian Glas, Rosalie Osterauer.
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(v.l.n.r.): Margit Böhm (Untere Naturschutzbehörde am LRA Rosenheim), Anna Osterauer, Bürgermeister Christian Glas, Rosalie Osterauer.

Eggstätt - Der Kiebitz war früher in den Wiesen und Feldern häufig zu beobachten, doch sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit um über 90% zurückgegangen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Im Alpenvorland ist der schöne Vogel vom Aussterben bedroht und vielerorts bereits verschwunden. In der Gemeinde Eggstätt ist jedoch noch ein Vorkommen vorhanden, das in sehr guter Zusammenarbeit der Landwirte mit den ehrenamtlichen Kiebitzbetreuerinnen der unteren Naturschutzbehörde geschützt wird: Die Vögel brüten nach ihrer Rückkehr aus den Überwinterungsquartieren in Spanien und Nordafrika auf dunklen, offenen Böden, die sie meistens nur noch in Maisäckern finden. Die Landwirte beachten die von den Kiebitzbetreuerinnen markierten Gelege der Bodenbrüter bei der Bewirtschaftung ihrer Felder, sodass die Küken schlüpfen können. Als Anerkennung für diesen praktizierten Artenschutz erhielt jetzt die Familie Osterauer Gutscheine, die je zur Hälfte die Gemeinde und dem Landkreis Rosenheim finanziert wurden. Eggstättes Bürgermeister Christian Glas bedankte sich zusammen mit Margit Böhm von der unteren Naturschutzbehörde bei der Landwirtsfamilie für ihre tatkräftige Unterstützung und betonte gleichzeitig die Freiwilligkeit des Projektes: „Mir ist wichtig, dass die Landwirte mit der Teilnahme an diesem Projekt keine Einschränkungen zu befürchten haben. Freiwillig und mit viel Herzblut geht es hier um den gelebten Artenschutz – zum Wohl der Eggstätter Kiebitze.“

Bei dem Gebiet südlich von Eggstätt handelt es sich um kein per Verordnung ausgewiesenes Bodenbrütergebiet, sondern um einen Bereich, in dem die Kiebitze vor Störungen besonders geschützt werden sollen. Das Areal, in dem die Kiebitze leben, wird deutlich mit Schildern gekennzeichnet. An die Erholungssuchenden wird appelliert auf den befestigten Wegen zu bleiben und die Hunde an der kurzen Leine zu führen, um die Tiere beim Brüten und der Aufzucht ihrer Jungen nicht zu stören und die Naturschutzarbeit zu unterstützen.

Pressemitteilung Gemeinde Eggstätt

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