Pressemitteilung der First Responder Chiemsee Nord

Bewährt schnelle Hilfe direkt vor Ort - Jahreshauptversammlung der First Responder Chiemsee Nord

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(v.l.n.r.): Evi Landinger (Schriftführerin), Petra Güra (Kassierin), Karim Hassan (Neuer Aktiver), Christian Glaser (2. Vorstand), Christian Glas (1. Vorstand), Andreas Widl (Abschluss Ausbildung zum Rettungssanitäter)

Eggstätt / Chiemsee - 400 Mitglieder, 220 Einsätze, gesteigerte Rücklagen und ein Plus in der Vereinskasse – auf diese glänzende Bilanz für 2019 konnte 1. Vorsitzender Christian Glas bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins First Responder Chiemsee Nord zu Recht stolz sein.

„Wir haben im abgelaufenen Jahr wieder gezeigt, was für eine gute Gemeinschaft wir sind.“, so Glas in seiner Begrüßung. Und damit war nicht nur das Teamplay bei Übungen und Einsätzen gemeint. Glas hatte in seiner Funktion als 2. Bürgermeister acht Monate Eggstätts 1. Bürgermeister Hans Schartner im Rathaus vertreten müssen und in dieser Zeit starken Rückhalt aus der gesamten Vorstandschaft erfahren. So arbeitete sich Schatzmeisterin Petra Güra durch die Zahlen und konnte zur Jahreshauptversammlung mit dem Kassenbericht mehr als zufrieden sein. Nach Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben stand ein Gewinn von gut 11.400 Euro zu Buche.


Daneben konnten die Rücklagen von knapp 54.000 Euro 2018 auf jetzt mehr als 75.700 Euro gesteigert werden. „Damit sind wir in der Lage, einen möglichen Ausfall unseres Fahrzeugs schnell und effektiv kompensieren zu können.“, so Glas. Besonders stolz waren Schatzmeisterin und Vorsitzender auf den Umstand, dass 2019 kein Zuschuss von Seiten der drei Gemeinden Eggstätt, Breitsbrunn und Gstadt abgerufen werden musste. In der Mitgliederentwicklung gab es eine leichte Delle – ein Rückgang der zum einen auf die Altersstruktur wie auch auf eine Bereinigung der Aktivenliste zurückzuführen ist.

„Dank drei Neuzugängen können wir zum heutigen Tag 39 aktive Mitglieder zählen.“ freute sich Christian Glas, der gleichzeitig auf die laufende Mitgliederaktion mit dem kürzlich gut besuchten Informationsabend in Eggstätt hinwies. Schriftführerin Evi Landinger und 1. Vorsitzender Christian Glas blickten gemeinsam auf das Jahr 2019 und seine Termine für die First Responder zurück. Schwerpunkte waren dabei die Erste Hilfe-Schulungen für die Ortsfeuerwehren – 2019 erstmals auch für die Kameraden auf der Fraueninsel – sowie für die Lehrkräfte der Grundschulen in Eggstätt und Seeon.


Daneben frischten die Aktiven ihr Wissen in monatlichen Übungsabenden auf. Auf besonders gutes Feedback sei laut Landinger die Kombination aus Defi- Rezertifizierungstermin und einem medizinischen Vortrag im Anschluss gestoßen. Auf die wichtige Erste Hilfe-Schulung der Feuerwehren ging auch der taktische Leiter Max Stadler in seinem Jahresbericht ein. Durch die veränderte Alarmierungsstruktur der ILS sei das Interesse von Seiten der Feuerwehrler gerade auf der Frauensinsel gestiegen und so wurden 12 Kameraden 2019 in den Themen Reanimation, Defibrillator, stark blutende Wunden und stabile Seitenlage geschult. Eine Neuerung gab es in der Einsatzberichterstattung, seit dem 1. Januar 2019 werden digitale Einsatzberichte auf dem Tablet eingepflegt.

Alle Ehrengäste sowie die Vorstandschaft der First Responder Chiemsee Nord.

Insgesamt 220 Einsätze fuhren die Teams des First Responder 2019, hauptsächlich in den drei Gemeinden Eggstätt, Breitbrunn und Gstadt – es waren laut Stadler aber auch Alarmierungen nach Amerang, Prien oder insgesamt 5 Mal in den Landkreis Traunstein. Haupteinsatzzeit waren die Stunden zwischen 18 und 24 Uhr und gerade in den Sommermonaten musste die „Firsties“ vermehrt ausrücken, weil dann besonders viele Tagesausflügler und Gäste im Einsatzgebiet unterwegs waren. „Gerade bei Notfällen, die auf Rad- und Wanderwegen passieren, können wir unsere Ortskenntnis und den damit verbundenen Zeitfaktor als Vorteil voll ausspielen.“, so Max Stadler.

Abschließend dankte er allen Aktiven für ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz – ein Engagement, ohne dass Gemeinschaft nicht funktionieren könnte. Dr. Markus Landinger, ärztlicher Leiter ging in seinem Bericht näher auf das Patientenkollektiv der First Responder ein: „Menschen zwischen 11 und 30 Jahren sind die sicherste Altersgruppe für uns. Bei 41 Einsätzen 2019 waren die Patienten 80 Jahre und älter.“ Vor allem zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Traumas wurden die Ersthelfer gerufen, oft hatte das Krankheitsbild aber auch eine neurologische Komponente oder die Atemwege waren betroffen.

Wie wichtig die Ehrenamtlichen des First Responder für die weiteren Rettungskräfte sind, zeigte sich in den Grußworten der Vertreter von Polizei, Rettungsdienst und der Kreisbrandinspektion, für die Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser die Bedeutung der First Responder Chiemsee Nord hervorhob. Stefan Ertl, Leiter der ILS Rosenheim berichte daneben über die für 2022 geplante Hardware-Umstellung in der Leitstelle sowie die technische Nachrüstung für eine genauere Handyortung von Patienten. Daneben arbeiten die Leitstellen in Rosenheim und Traunstein mittels der sogenannten Statusweiterleitung noch enger zusammen – ein Umstand der zu den vermehrten Einsätzen der First Responder auch im Nachbarlandkreis führe.

„Ihr seid ein Glücksfall für unsere Bürgerinnen und Bürger, genauso wie für unsere Gäste.“ meinte Breitbrunns Bürgermeister Anton Baumgartner abschließend, der den First Respondern von Seiten der Gemeinden Eggstätt, Breitbrunn und Gstadt neben einem herzlichen Vergelts Gott auch den Rat mit auf den Weg gab, immer auch auf die eigene Sicherheit und eine gesunde Rückkehr vom Einsatz zu achten: „So bleibt ihr uns noch lange erhalten.“ Ein Wunsch, dem sich 1. Vorsitzender Christian Glas in seinem Schlusswort nur anschließen konnte.

Pressemitteilung der First Responder Chiemsee Nord e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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