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Gemeinde ruft zu Verzicht von privatem Feuerwerk an Silvester auf

Spenden statt Böllern zum Jahreswechsel in Eggstätt

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
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Eggstätt - Das neue Jahr ohne Raketen und Böller begrüßen? Für manche zum Jahreswechsel undenkbar. Doch die Gemeinde Eggstätt spricht sich nun für einen allgemeinen Verzicht von privatem Feuerwerk aus.

Der Gemeinderat befürwortet den Aufruf von privatem Feuerwerk an Silvester abzusehen. Dieser wird ab Dezember sowohl auf der Gemeindehomepage als auch im Eggstätter Gemeindeblatt zu finden sein, erklärt Bürgermeister Christian Glas im Gespräch mit rosenheim24.de. Alle Bürger seien herzlich eingeladen, die eingesparten Kosten, die andernfalls für Raketen und Böller draufgegangen wären, für den guten Zweck dem Sozialfond Eggstätt zu spenden.

„Uns bricht mit diesem Aufruf, die Bürger darum zu bitten, heuer keine Feuerwerkskörper zu kaufen kein Zacken aus der Krone. Mir persönlich war das Böllern ohnehin immer ein bisserl ein Dorn im Auge“, gibt der Bürgermeister zu. „Gerade im Bereich um das Rathaus stehen denkmalgeschützte Häuser und in unmittelbarer Nähe die Kirche. Ob man dennoch schießen wolle mit Feuerwerkskörpern muss aber letztlich jeder selber wissen: Reglementieren werden wir nicht, zum Verzicht aufrufen schon.“

Kein direktes Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester in Eggstätt

Dem Beschluss, der in der jüngsten Sitzung des Rats am 10. November einstimmig ausfiel, ging ein Antrag der Grünen voraus: Die wünschten sich, dass die Bürger freiwillig auf ein privates Feuerwerk zum Jahreswechsel verzichten. Dies sei in mehreren Kommunen der Region bereits seit einigen Jahren der Fall.

Alternativ könne künftig - so lautete die Idee der Grünen - ein zentrales Fest im Dorf veranstaltet werden, das Kultur und Kulinarik vereine sowie ein Silvesterfeuer ohne Lärm entfacht werden. Ein privater Verzicht von Feuerwerken trage überdies zur Umweltentlastung bei.

In Irland und Paris beispielsweise würden gar Verbote gelten. Umfragen ergäben regelmäßig, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung für ein allgemeines Verbot ausspreche. Für 140 Millionen Euro würden sich sicherlich sinnvollere Verwendungen finden, heißt es in dem Schreiben der Grünen abschließend.

Ein Verbot aber soll es in Eggstätt nicht geben, unterstreicht Glas. Doch auch ein professionelles Feuerwerk sei derzeit nicht angedacht: „Wer trotzdem böllern möchte, den erwarten freilich keine Strafen. Wir sind alle erwachsen und jeder muss so viel Hirn haben, um sagen zu können, wir brauchen es heuer nicht und verzichten. Aufgrund der Corona-Toten haben wir im Pandemie-Jahr meiner Meinung nach eh nicht so viel zu feiern.“

mb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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