Ampel: MdL Stöttner will Weg frei machen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
MdL Klaus Stöttner bei der Ortsbegehung in Eggstätt.
  • schließen

Eggstätt - Gemeinderat und Bürger sind sich einig, dass eine Ampel an der Obinger Straße notwendig ist. Nur die Verkehrsbehörde stellt sich quer. Und da kommt MdL Klaus Stöttner ins Spiel.

Besonders in den Stoßzeiten, von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr, herrscht reger Verkehr auf der Obinger Straße durch Eggstätt. Laut einer Verkehrszählung der Schülerlotsen rauschen in dieser Zeit über 183 Fahrzeuge durch die Ortschaft. Das Problem daran: Die Obinger Straße teilt Eggstätt in zwei Hälften und wer beispielsweise in die Schule, den Sportverein oder das Rathaus will, muss die Straße überqueren. Besonders für die Kindergarten- und Vorschulkinder sei das eine Gefahr, weiß auch Schulleiterin Ursula Etschmann-Schern. "Die Kinder sind im Grundschulalter einfach noch nicht so verkehrssicher." Derzeit sind an der Obinger Straße noch Schülerlotsen im Einsatz, um die Kleinen sicher über die Straße zu bringen. Doch die Schulweghelfer klagen bereits darüber, dass es immer schwieriger werde, neue Helfer zu gewinnen, da viele Mütter beruftstätig seien.

MdL Stöttner bei Ortsbegehung in Eggstätt

Doch eine Unterschriften-Aktion von Initiatorin Cornelia Neubauer, für den Bau einer Ampel an der Obinger Straße, hat jetzt Bewegung in die Sache gebracht: 824 Bürgerinnen und Bürger trugen sich auf der Liste ein, die am vergangenen Freitag offiziell an den Bürgermeiser der Gemeinde Hans Schartner übergeben wurde. Und die Unterschriften zeigten Wirkung. Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, den Antrag für den Bau einer Drückerampel erneut beim Landratsamt einzureichen. Im ersten Anlauf wurde der Antrag vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim abgelehnt, weil die Straße zu wenig befahren sei.

Um sich die Lage vor Ort einmal selbst anzusehen, statte der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner an diesem Freitag der Gemeinde einen Besuch ab. Er schloss sich nach der Ortsbegehung der Meinung des Gemeinderates und der Bürger an: "Ich habe auch den Eindruck, dass die Verkehrs-Belastung überproportional ist." Sein Vorschlag, in einem ersten Schritt eine Probe-Ampel an der Obinger Straße aufzustellen, stieß bei den anwesenden Eltern allerdings nicht auf Gegenliebe. Man solle gleich Nägel mit Köpfen machen und nicht erst eine Leihampel aufstellen, so die einhellige Meinung der Eltern. Stöttner gab allerdings zu bedenken, dass eine solche Drücker-Ampel rund 22.000 Euro, plus Mehrwertsteuern, koste. Er werde den Vorschlag jetzt weitertransportieren und mit dem Landrat besprechen, denn "wenn ein Unfall verhindert werden kann, ist es das schon wert, hier eine Ampel aufzustellen".

Laut Aussage des amtierenden Eggstätter Bürgermeisters Hans Schartner war dieser zu der Veranstaltung an der Obinger Straße weder eingeladen, noch informiert.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Eggstätt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser