"Den Kindern und Senioren zuliebe"

Bürger fordern Ampel an der Obinger Straße

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Unterschriftenübergabe von Cornelia Neubauer an Bürgermeister Hans Schartner
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Eggstätt - 824 Unterschriften sammelte Initiatorin Cornelia Neubauer für den Bau einer Ampel an der Obinger Straße. Wie die Politik zum Antrag steht:

Ungefähr 2.900 Einwohner zählt die Gemeinde Eggstätt im Osten des Landkreises Rosenheim. Ungefähr zwei Drittel der Einwohner sind über 18 Jahre alt. Davon wiederum 824, also knapp die Hälfte, haben sich auf den Unterschriftenlisten von Cornelia Neubauer eingetragen. Die ehrenamtliche Schülerlotsin setzt sich für die Errichtung einer Bedarfsampel-Anlage an der Hauptdurchfahrtsstraße in Eggstätt, der Obinger Straße ein.

Unterschriften an den Bürgermeister und den MdL

Unterschriftenübergabe von Cornelia Neubauer an Bürgermeister Hans Schartner

Am Freitag wurden die gesammelten Unterschriftslisten an der Bürgermeiser der Gemeinde, Hans Schartner, übergeben. "Wir haben einen Gemeinderatsbeschluß, aber die Gemeinde entscheidet hier nicht", erklärt der Bürgermeister der ÜWG. Die Gemeinde und er selbst stehe auf jeden Fall hinter der Unterschriftenliste. An der Stelle im Ortskern müsse definitiv eine Bündelung der kreuzenden Fussgänger stattfinden, die Flächen, die dazu mit einer Bedarfsampel oder einer anderen verkehrstechnischen Lösung bebaut werden müssten, gehören bereits der Gemeinde, so Schartner. Und auch die eingesetzten Schülerlotsen genießen die volle Unterstützung der Gemeinde. "Wir werden das Thema am kommenden Dienstag in der Gemeinderatssitzung behandeln und danach dem Landratsamt vorlegen", ergänzt der Bürgermeister. Im ersten Anlauf wurde der Antrag zum Bau der Lichtzeichenanlage vom Staatlichen Bauamt in Rosenheim abgelehnt. Am Abend will die Initiative die Unterschriften an Klaus Stöttner, Mitglied des Landtags und Vertreter des Stimmkreises Rosenheim-Ost übergeben.

"Die Straße trennt die Stadt"

"Damals hatten wir nur knapp 75 Unterschriften", erinnert sich Cornelia Neubauer, die Listen lagen zum damaligen Zeitpunkt jedoch nur an einer Stelle aus. Dass nun das Interesse an der verkehrsberuhigenden Maßnahme deutlich größer ist, zeigen nicht nur die 824 Unterschriften sondern auch die Beteiligung der Bürger an der Übergabe. Einige Einwohner nutzten die Gelegenheit um persönlich mit Bürgermeister Schartner über die Thematik zu sprechen. "Das Problem ist, dass die Straße unsere Gemeinde in zwei Teile trennt",  erklärt eine Mutter und Schülerlotsin. Wer in die Schule, den Sportverein, die Bücherei, ins Rathaus oder ins Trachtenheim wolle, müsse die Straße überqueren. Besonders kleinere Kinder aber auch Senioren, seien dabei nicht immer bei der Sache oder einfach nicht mehr schnell genug. "Muss den erst etwas passieren, bis wir unsere Ampel kriegen? ", fragt eine Andere. "Gott sei Dank haben wir wenigstens die Schülerlotsen". Die Schulweghelfer selbst klagen jedoch, dass es immer schwieriger werde, neue Helfer zu gewinnen, viele Mütter seien schließlich beruftstätig.

Bilder von der Unterschriftenübergabe am Freitag

Bilder von der Unterschriftenübergabe

Verkehrszählung zu Stoßzeiten 

Um ihre Forderung zu verdeutlichen, hat die Initiatorin Cornelia Neubauer mit ihren Lotsen eine Verkehrszählung durchgeführt. Die Spitzenwerte in der Zeit von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr betrugen dabei 172 Pkw und 11 Lkw bzw. 167 Pkw und 17 Lkw. Zur Mittagszeit wurde lediglich eine viertel Stunde gezählt, hier registrierte man durchschnittlich ca. 65 Pkw, der Spitzenwert lag bei 90 insgesamt Fahrzeugen. "Die Zahlen belegen, dass der Ausdruck "wenig befahrene Kreisstraße" hier einfach nicht zutrifft", ergänzt Cornelia Neubauer. Auch die Tatsache, dass es nicht einmal vier Wochen dauerte, die Unterschriften zu organisieren zeige, dass alle Eggstätter Bürger vom Thema betroffen seien.

"Sicherheit der Bürger an oberster Stelle"

Laut einer Schätzung der CSU-Fraktion im Eggstätter Gemeinderat würden sich die Kosten für eine Bedarfampel im Ortskern auf rund 25.000 bis 30.000 Euro belaufen. Welchen Anteil die Gemeinde und welchen der Kreis schließendlich übernehmen könne, sei Verhandlungssache. Vorrausgesetzt das Staatliche Bauamt stimmt dem Antrag der Gemeinde zu, was im ersten Anlauf nach einer Ortsbegehung abgelehnt wurde.Damals mahnte man die Autofahrer zur Einsicht und begründete die Entscheidung mit der Pflicht aller Verkehrsteilnehmer sich stets rücksichtsvoll zu verhalten.

Quelle: rosenheim24.de

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