"Es geht um unsere Heimat, Gesundheit und unsere Zukunft"

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Breitbrunn/Eggstätt - Einstimmig beschloss der Eggstätter Gemeinderat, den Petitionsantrag gegen die Gasbohrungen an der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte zu unterstützen.

Bürgermeister Hans Schartner las in der letzten Gemeinderatsitzung den Petitionsantrag der Sprecher der Bürgerinitiative Breitbrunn, Josef Unterhauser und Gerhard Kolbeck, vor und schlug eine Unterstützung durch den Eggstätter Gemeinderat vor. Der Petitionsantrag will unter anderem ein Förderverbot jeglicher Bodenschätze in und unter dem Naturschutzgebiet "Eggstätt-Hemhofer Seenplatte" erreichen.

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Das Bohrloch liege laut dem Antrag nur 60 Meter vom Schutzgebiet entfernt, die Bohrungen sollen unter dem Langbürgner See verlaufen. Im Antrag wird auch angeprangert, dass weder eine FFH-Verträglichkeits-, eine Umweltverträglichkeits-, noch eine artenschutzrechtliche Prüfung vorgesehen seien. Im Petitionsantrag werde auch angezweifelt, dass das Bergrecht noch zeitgemäß ist. Im Antrag heißt es weiter: "Es geht um unsere Heimat, unsere Gesundheit, um unsere Lebensgrundlage und unsere Zukunft." Schartner wies außerdem noch darauf hin, dass Eggstätt in dem Genehmigungsverfahren nicht beteiligt sei, er es aber als wichtig erachte, dass man etwas mache. Deshalb werde er den Antrag auf jeden Fall unterstützen. Auch die anderen Gemeinderäte äußerten sich alle kritisch gegen das Bohrvorhaben. Schließlich waren sich alle Gemeinderäte einig, die Petition an den Bayerischen Landtag zu unterzeichnen.

Bürgermeister Schartner berichtete außerdem zu den Anträgen der Bürgerversammlung 2011. So werde es in Zukunft die Möglichkeit geben, aufgefundene tote Tiere zu melden oder sich bei einem vermissten Haustier an die Gemeinde zu wenden. Es werde aber keine Identifikation der Tiere und auch keine Lagerung der Tiere geben.

Einig war sich der Gemeinderat auch beim Antrag der Familie Bodler, die eine Baumschutzverordnung für Eggstätt gefordert hatte. Auch das lehnte der Rat einstimmig ab. Die Räte Fronhöfer und Peter Fenzl sahen eine solche Verordnung als Bevormundung von Grundstückseigentümern. Schartner sah auch die Kosten für das Erfassen der schützenswerten Bäume als negativ an. Nitzinger sah die Gefahr, dass die Gemeinde dann den "Schwarzen Peter" habe, welcher Baum nun schützenswert sei und welcher nicht. Er fragte aber noch nach, ob es nicht die Möglichkeit gebe, ohne Verordnung Bäume zu schützen. Schartner verneinte das.

yv/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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