„Wir bleiben, bis Corona vorbei ist“

Während Corona in Karibik gestrandet: Rentner-Paar aus Eggstätt lässt sich auf Trauminsel impfen

Sie waren gerade auf Karibik-Reise, als der Lockdown kam. Nun harrt ein deutsches Rentner-Paar auf Grenada aus. Die Corona-Impfung gab es zum Traumurlaub gleich dazu.

Grenada/ Eggstätt – Man könnte fast neidisch werden, bei den Bildern von Kornelia (68) und Ernst (70) Krog. Das Paar aus Eggstätt im Landkreis Rosenheim in Oberbayern weilt derzeit in der Karibik auf der Trauminsel Grenada. Und weil es dort genügend Impfstoff gab, haben die beiden Rentner die Corona-Impfung nun auch gleich dort machen lassen.

Corona: Bayerisches Paar lebt derzeit auf Grenada - sie strandeten dort wegen des Lockdowns

Wie die Bild-Zeitung berichtet, hatte das Ehepaar sich im Jahr 2017 einen Traum erfüllt und den Katamaran „Alegria“ erworben. Das 13 Meter lange Boot mit drei Kabinen lag vor der Karibik-Insel St. Martin und kostete knapp 350.000 Euro. Geld, für das der ehemalige Diplom-Kaufmann und die ehemalige Grundschullehrerin lange gespart hatten.

Als sie im letzten Jahr mit ihrem Boot mehrere kleinere Inseln ansteuern wollten, kam ihnen der weltweite Lockdown* dazwischen. Da immer mehr Häfen für Touristen schlossen, blieb dem Paar nur noch die Ausweichmöglichkeit nach Grenada. Die beiden Rentner, die seit 26 Jahren verheiratet sind und vier gemeinsame Kinder sowie drei Enkelkinder haben, sind froh, dort untergekommen zu sein. „Die Leute sind hier so warmherzig, kennen nur Lösungen statt Probleme. Das gefällt uns“, so Ernst Krog.

Corona: Lockdown in der Karibik - deutsches Paar lässt sich impfen

Seitdem liegt die „Alegria“ vor Grenada und die Krogs verbringen ihre Tage bei traumhaftem Wetter und vollster Entspannung. Nun haben die beiden das Angebot wahrgenommen und sich auf der Insel auch gleich gegen das Coronavirus* impfen lassen. In einer Strandbar, so erzählt es Kornelia Krog, hätten sie den grenadischen Gesundheitsminister Nickolas Steele kennengelernt. Dieser habe ihnen versprochen, dass sie innerhalb von 14 Tagen eine Impfung erhalten könnten. Dieses Angebot nahmen die beiden Rentner gerne an, schließlich herrscht in Deutschland eher großes Chaos um die Impfstoffvergabe und Terminierung.

Tatsächlich wurden die Krogs nun in einem Hotel vor Ort mit der ersten Dosis des AstraZeneca-Impfstoffs geimpft. Die zweite Dosis soll im April folgen. Das ist den beiden nur recht. Ernst und Kornelia Krog haben es sowieso nicht eilig, in ihre bayerische Heimat zurückzukehren. „Wir fühlen uns hier sicherer als in Deutschland. Wir bleiben, bis Corona vorbei ist“, so Ernst Krog. 

Rubriklistenbild: © Friedel Gierth

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