Unternehmen brauchen flexible Mitarbeiter

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Hier werden die bekannten Fossil-Uhren in alle Welt geschickt. MdB Daniela Ludwig mit Fesco-Geschäftsführer Josef Otter (rechts) und Mitgliedern des CSU-Ortsvorstandes Eggstätt.

Eggstätt - Unternehmen fordern für eine funktionierende Logistik und einen reibungslosen Vertrieb zunehmend Flexibilität ihrer Mitarbeiter. 

 „Unsere Beschäftigten müssen an unterschiedlichen Arbeitsplätzen einsetzbar sein, damit wir im Krankheitsfall unsere Kundenaufträge auch erledigen können“, sagte der Geschäftsführer der Fesco GmbH in Eggstätt, Josef Otter, bei einem Besuch der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. „Sie müssen in drei verschiedenen Bereichen einsatzfähig sein, so etwa in der Verpackung, in der Absortierung und in der Warenannahme. Dass jemand nur in einem Bereich eingearbeitet ist, gehört längst der Vergangenheit an und funktioniert auch nicht.“ Wer bei Fesco arbeitet, wird deshalb auch entsprechend geschult. Fesco GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der bekannten Marke „Fossil“. In der Eggstätter Niederlassung werden 18.000 verschiedene Artikel gelagert und versandt – unter anderem die begehrten „Fossil“ Armbanduhren. Täglich verlassen 10.000 Päckchen das Logistikzentrum, sie werden per Post in alle Welt verschickt.

Daniela Ludwig informierte sich mit Mitgliedern des CSU-Ortsvorstandes aus Eggstätt über die Anliegen und die Tätigkeiten des Unternehmens. Nächstes Jahr feiert das Unternehmen dort sein 10-jähriges Bestehen. 85 Arbeitsplätze bot es anfangs in einer Halle, jetzt arbeiten 500 Beschäftigte in zwei Hallen auf rund 22.000 Quadratmetern. Rund 28 Millionen Euro hat das Unternehmen bisher in den Standort Eggstätt investiert. „Wir arbeiten voll im Weihnachtsgeschäft und suchen uns viele Mitarbeiter über Zeitarbeitsfirmen“, so Otter. „Viele von ihnen, die sich bewähren, werden von uns auch übernommen. Da geht es bei uns weniger um Schulzeugnisse. Wir schauen uns an, was ein Mitarbeiter macht, und wie motiviert er ist. Bewährt er sich, hat er gute Chancen auf eine Festanstellung.“ Das betrifft insbesondere Arbeitnehmer ohne eine Ausbildung oder ohne ausreichende Ausbildung. Viele solcher so genannten „Geringqualifizierten“ finden bei Fesco eine Festanstellung. „Solche Arbeitsplätze sind bundesweit fast ausgestorben“, sagte Daniela Ludwig. „Gerade für junge Menschen sind solche Arbeitgeber aber wertvoll. Denn Jugendliche ohne Ausbildung finden oft nur über einen geregelten Tagesablauf und solch einen Einstieg in ein Unternehmen wieder in den Arbeitsmarkt.“

Fesco ist weiter auf Expansionskurs. Deshalb nutzte Josef Otter das Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten und dem Eggstätter CSU-Ortsvorstand, um die Erweiterungswünsche des Unternehmens zu diskutieren. „Wir denken mittelfristig. Wir bräuchten bis 2017 eine Option auf weitere 20.000 bis 30.000 Quadratmeter Fläche zur Standorterweiterung, da wir langfristig von Verdoppelung der bebauten Fläche ausgehen.“ Am liebsten wäre dem Unternehmen eine

Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft, doch das ist schwierig.

„Unsere Zentrale in Texas versteht überhaupt nicht, wie man Platzprobleme haben kann. So etwas ist in Amerika kein Thema.“ Die CSU in Eggstätt um ihren Vorsitzenden Robert Langl und Stellvertreter Thomas Rohrmüller will Fesco bei der Suche nach einem geeigneten Gelände unterstützen. Im Gemeinderat wird über dieses Thema weiter diskutiert werden. „Das ist jetzt vor allem eine örtliche Angelegenheit in Eggstätt“, so Daniela Ludwig. „Ich werde aber in Rahmen meiner Möglichkeiten alle Beteiligten gerne bei einer Lösung unterstützen.“

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

Quelle: rosenheim24.de

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