BRK-Schifffahrt für Senioren und Behinderte

"Ein Genuss und ein Erlebnis"

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Schon 38 Jahre stellt der Schiffseigner Ludwig Fessler sein Schiff "Edeltraud" dem BRK zur Ausrichtung des Behinderten- und Seniorenausflugs zur Verfügung. Dutzende von ehrenamtlichen BRK-Helfern begleiten dabei die Gäste. Rosl Nesset überreichte Ludwig Fessler ein Geschenk.

Chiemsee (CH-Z) - Langsam gleitet die "Edeltraud" über die spiegelglatte Oberfläche des Chiemsees. Für das größte Schiff der Fessler-Flotte ist es eine besondere Fahrt.

An Bord sind 200 Senioren und Behinderte auf Einladung von fünf Kreisverbänden des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), darunter auch Traunstein.

Bereits am Vormittag trafen viele Transportfahrzeuge des BRK am Dampfersteg in Prien ein. Sie brachten aus den Landkreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Ebersberg Senioren, Behinderte und Rollstuhlfahrer zur "Edeltraud". Bereits zum 38. Mal stellt Schiffseigner Ludwig Fessler seinen größten Dampfer unentgeltlich zur Verfügung. "Dieses Schiff ist gut geeignet, Behinderte, vor allem Rollstuhlfahrer, aufzunehmen", erklärt er. "Seit wir die 'Edeltraud' in Betrieb genommen haben, steht sie dem Roten Kreuz für diese Fahrt zur Verfügung. Auch meine Kinder werden die Tradition gerne weiter fortsetzen".

Rosl Nesset, stellvertretende Kreisvorsitzende des BRK-Kreisverbandes Altötting, überraschte Ludwig Fessler während der Mittagspause am Steg in Chieming mit einem Blumenstrauß und einer Kranichfigur, die ein Kunstschmied aus Feichten angefertigt hatte. "Im Namen aller Teilnehmer dieser Bootsfahrt bedanken wir uns für Ihre Großzügigkeit", so Nesset. "Sie haben uns allen wieder einmal ein Geschenk gemacht."

Dieser Meinung war auch ein Seniorenstammtisch mit neun Frauen aus Rosenheim, die glücklich waren, unter den Auserwählten sein zu dürfen. "Wir alle sind Witwen, haben kein Auto und können wenig unternehmen. Deshalb ist dieser Tag mit dem Roten Kreuz ein besonderer Genuss und ein Erlebnis", strahlt die 78-jährige Antonie Träger. Am Nebentisch sitzt Ursel Steiner aus Traunstein in ihrem Rollstuhl und blickt verträumt aus dem Schiffsfenster. "Ich habe ganz vergessen, wie schön der Chiemsee ist".

re/Chiemgau-Zeitung

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