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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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200 Frasdorfer besuchten Versammlung in der Lamstoahalle - Steindlmüller legte Rechenschaft ab

"Ein Heim für die nächsten 100 Jahre"

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Rund 2,2 Millionen Euro waren an Baukosten für das neue Rathaus veranschlagt, nur 1,93 Millionen Euro wurden am Ende abgerechnet. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller wiederholte bei der Bürgerversammlung daher stolz: "Die Ausgaben waren alle im Plan."

Frasdorf - "Ein Jahrhundertwerk ist vollendet, das neue Rathaus wurde in diesem Jahr bezogen und eingeweiht", erklärte Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller zu Beginn der jüngsten Bürgerversammlung.

Die Ausgaben seien alle im Plan geblieben, die Gemeinde habe am Ende rund 2,64 Millionen Euro abgerechnet. Steindlmüller: "Mit diesem Rathaus haben wir ein Heim für die Gemeindeverwaltung für die nächsten 100 Jahre geschaffen!"

Aber auch die anderen Themen, welche die Frasdorfer brennend interessieren - etwa Ausbau der Autobahn A8, der Bau der Staatsstraße von Frasdorf Richtung Wildenwart und Erhalt der Frasdorfer Schwimmbades - wurden in der Versammlung ausführlich besprochen.

Die Bürgerinitiative "BI A8" und viele Bürger hätten sich mit der Problematik des weiteren Ausbaus beschäftigt und in mehreren Konferenzen entsprechende Vorschläge eingereicht. Voraussetzung für einen Ausbau auf sechs Spuren bleibe für Frasdorf ein optimaler Lärmschutz, die damit verbundene Einhausung der Fahrspuren oder der Bau von Grünbrücken im Bereich des Dorfes. Der von der Gemeinde und der Bürgerinitiative favorisierte Vorschlag liege den Gremien vor, derzeit sei die Politik am Zug, so Bürgermeisterin Steindlmüller.

In ihrem Rechenschaftsbericht gab Marianne Steindlmüller außerdem Auskunft über die anstehenden und abgeschlossenen Projekte der Gemeinde. Die Bauarbeiten an der Staatsstraße 2093 würden wohl im kommenden Jahr nicht wie vorgesehen beginnen. Die vorliegenden Planungen hätten bisher nicht zur allgemeinen Zufriedenheit mit den Grundstücksanliegern besprochen werden können, der notwendige Grunderwerb für das Projekt sei noch nicht abgeschlossen. Eventuell, so Steindlmüller, werde das Projekt in zwei Bauabschnitten verwirklicht.

"Auch im kommenden Jahr kann das Frasdorfer Schwimmbad wieder genutzt werden", erklärte die Bürgermeisterin weiter, die Gemeinde werde nach der Abklärung der versicherungstechnischen Fragen die notwendigen Baumaßnahmen - Sanitäranlagen, Umkleidekabinen und Zaun - im Frühjahr 2011 durchführen.

Auch der Kanalbau gehe weiter, in diesem Jahr seien Laiming und Pfaffing ans Netz genommen worden, im kommenden Jahr sei nach dem Abwasserkonzept der Gemeinde der Sagberg mit seinen Weilern an der Reihe; der Baubeginn sei aber noch nicht bekannt.

Zum Thema Schule sagte Steindlmüller: "Der Fortbestand der Wildenwarter Grundschule ist mit der Eingliederung in die Grundschule Prien gesichert. Damit wird aus der bisher selbstständigen Schule unter eigener Leitung ein Ableger der Priener Grundschule unter der Leitung der dortigen Rektorin. Durch diese Veränderung können in Prien alle Klassen verkleinert und Wildenwart gleichzeitig vor der Schließung gerettet werden."

Der Haushalt der Gemeinde bleibe auch in diesem Jahr ausgeglichen, so Steindlmüller, es habe sich bewährt, dass in der Vergangenheit keine Schulden zu Lasten kommender Generationen gemacht worden seien. Zwei Drittel der Einnahmen stammten aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und der Schlüsselzuweisung, Gewerbesteuer; Grundsteuer und Kanalgebühren brächten den Löwenanteil der weiteren Mittel ein. Bei den Ausgaben seien die Kreisumlage, die Personalkosten, die Kosten für den Betriebsaufwand und die gemeindlichen Liegenschaften sowie die Umlagen an andere Träger wie die Schulverbände und den Abwasserzweckverband die höchsten Ausgabeposten im gemeindlichen Haushalt.

Die offizielle Einwohnerzahl von Frasdorf bleibt mit 2976 Einwohnern auch in diesem Jahr wieder unter der 3000er-Marke. 16 Frasdorfer Paare (Vorjahr elf) hätten geheiratet, die Zahl der Geburten sei mit 30 (22) wieder angestiegen; 23 (24) Mitbürger seien verstorben.

In der abschließenden Aussprache meldete sich Gemeinderat Josef Stein zu Wort. Nach der derzeitigen Haushaltslage und der Entwicklung der öffentlichen Finanzen müsse sich die Gemeinde wohl auf schlechtere Zeiten gefasst machen. Ob die gemeindlichen Steuersätze auf Dauer unverändert bleiben könnten, sei zumindest fraglich, so Stein.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

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