Eindrucksvolle Wallfahrt in Sachrang

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Sachrang - Ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Glauben und zur grenzüberschreitenden Freundschaft war die heurige bayerisch-tirolerische Wallfahrt zur Ölbergkapelle in Sachrang.

Zu der Wallfahrt hatte der Freundeskreis Müllner Peter viele Ehrenleute, Mitwirkende und Gäste aus Tirol und Bayern eingeladen. Zelebrant des Gottesdienstes war Weihbischof Wolfgang Bischof von der Erzdiözese München-Freising.

Wallfahrt nach Sachrang

Dreigeteilt war der traditionsreiche Festtag: Nach der Begrüßung von Weihbischof Bischof vor der Pfarrkirche von Sachrang machten sich die Wallfahrer von bayerischer Seite und auch von Tiroler Seite betend auf den Weg zur Ölbergkapelle (unter großer Beteiligung der Ortsvereine aus Aschau-Sachrang, der Gebirgsschützen von Bad Endorf, Bernau, Prien, Aschau, Traunstein und Rosenheim sowie der Schützen-Abordnungen aus Tiroler und Südtirol). Dort wurde gemeinschaftlich Gottesdienst gefeiert und danach ging es im dritten Teil mit Festkutsche und Musik zurück nach Sachrang zum gemeinsamen Mittagsmahl.

 „Die Bayern und Tiroler haben zum Brauchtum ein natürliches Verhältnis, Freude und Fröhlichkeit prägen uns“ – mit diesen Worten begann Bürgermeister Werner Weyerer von der Gemeinde Aschau i. Chiemgau seine Willkommensgrüße und er fügte hinzu: „In Mitteleuropa haben wir seit 68 Jahren Frieden, doch kriegerische Auseinandersetzungen in anderen Erdteilen geben Anlass zur Sorge und zum Gebet“, so der Bürgermeister, der die Bayerisch-Tirolerische Wallfahrt als kleinen Baustein für ein friedliches Europa sowie als Veranstaltung der Besinnung bezeichnete, was gerade in heutigen Zeiten von wachsender Orientierungslosigkeit von Bedeutung ist. Pfarrer Palus als Leiter des Pfarrverbandes Oberes Priental dankte allen Leuten für ihr Wallfahren zum Herrgott und auch dafür, dass sie am selben Tag auch das Wahl-Fahren nicht vergessen mögen.

Weihbischof Bischof: „Miteinander auf den Weg machen und gegenseitig bekräftigen“

Weihbischof Wolfgang Bischof sprach bei seinem erstmaligen Besuch der Ölbergkapelle von den gleichen Wurzeln der Tiroler und Bayern, die nach seinen Worten zum gemeinsamen Wohl und Wehe unterwegs sind. Um für den Alltag Kraft zu bekommen – so der Weihbischof – gilt es gemeinsam zu gehen, Grenzen zu überschreiten und Wege der Umkehr zu in Kauf zu nehmen, um zu dem zu gelangen, was im Leben wichtig ist. „Liebe Getaufte und Gefirmte, nehmen wir uns gegenseitig zur Hand, dann können wir den Weg des Lebens leichter gehen. Denn immer dann, wenn die Menschen auf Gott vergessen haben, dann führte der Weg in die Irre.

Lasst uns Zeugnis geben mit- und füreinander“, so schloss der Geistliche seine Predigt beim auch musikalisch eindrucksvollen Gottesdienst. Hierfür sorgten die Riederinger Sänger, die Aschauer Alphornbläser, die Blaskapelle Aschau sowie der Müllner-Peter-Chor des Freundeskreises mit Frauen und Männern diesseits und jenseits der früheren Grenze. Die musikalische Gesamtleitung hatte Sebastian Weyerer aus Prien, der für die Neubearbeitung der Ölbergmesse viel Beifall bekam. „Wer singt, betet zweimal!“ – mit diesen Worten würdigte Weihbischof Bischof die Mitglieder von Chor und Orchester aus Tirol und Bayern. Den Ehrensalut schossen als heurige Ehrenkompanie die Gebirgsschützen aus Aschau unter der Leitung von Hauptmann Hubert Stein.

Traditionell wurden noch die Tiroler Landeshymne und die Bayern-Hymne gesungen. Ehe es zurück nach Sachrang ging, bedanke sich Freundeskreis-Vorsitzender sowie Sachrangs Ehrenbürger Hans Pumpfer bei allen am Gottesdienst Beteiligten, bei der Gemeinde Aschau und beim Landkreis Rosenheim, bei den Ortsvereinen aber auch bei der Mesnerin, beim BRK und bei der Bergwacht. Ein Genesungswunsch galt dem Kameraden Lois Mitterhofer aus Lana in Südtirol, der viele Jahre treuer Förderer der Wallfahrt war, aber heuer aus Krankheitsgründen zu Hause bleiben musste. Als Ehrengäste willkommen waren Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Bezirksrat Sebastian Friesinger, Landrat Josef Neiderhell, Zweiter Bürgermeister Anton Heindl aus Rosenheim sowie weitere Bürgermeister aus Tirol und Bayern, die Bayernbund-Landes- und Kreisvorsitzenden Adolf Dinglreiter und Christian Glas, der ehemalige Bezirksrat Hans Stöttner.

Quelle: rosenheim24.de

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