Eine Halle für Schüler und Sport

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Willi Weindl, BLSV-Kreisvorsitzender, Manfred Langerspacher, Vorsitzender des Fördervereins, Thomas Maier von der Baufirma Franz Maier aus Siegsdorf, Roman Metzner, Vorsitzender des TSV Grabenstätt, Bürgermeister Georg Schützinger, Waltraud Hübner, Elternbeiratsvorsitzende und Vertreterin der Ortsvereine, Albert Reißl, ehemaliger Schulleiter der Grundschule Grabenstätt, und Architekt Martin Straßer beim Spatenstich (von links). Dabei wurde auch ein "archäologischer Fund" gemacht: "Der Schnaps in der ausgegrabenen Kiste ist mindestens 2000 Jahre alt", befand Schützinger.

Grabenstätt - Verwirklicht wird jetzt die neue Zweieinhalbfach-Mehrzweckhalle, die von den Schülern der Grundschule, dem TSV Grabenstätt und den Ortsvereinen genutzt wird.

Gestern Vormittag erfolgte von Vertretern der Gemeinde, der Ortsverbände und der Bauleitung der ersten Spatenstich in der Straße Am Eichbergfeld.

 Die Mehrzweckhalle ist so konzipiert, dass sie sowohl sportlichen als auch kulturellen Veranstaltungen ein Zuhause gibt: Der Hallenboden kann mit Straßenschuhen betreten werden, es gibt eine Klappbühne für Auftritte und eine kleine Zuschauertribüne.

Die Haupthalle soll 22 mal 44 Meter groß werden. Architekt Martin Straßer sagte, die Halle sei "kein kleines Gebäude", weshalb sein Büro besonders darauf geachtet habe, den Bau in die Umgebung einzugliedern. So ist die Halle etwas eingegraben, damit sie nicht zu sehr an Höhe gewinnt. Auch wird die Halle kein Flachdach, sondern ein Satteldach bekommen, wie es üblicherweise Wohnhäuser haben. Straßer sagte, er sei froh, dass in der öffentlichen Ausschreibung seine Planungsgruppe in Traunstein den Auftrag bekommen habe, und er hoffe, dass auch für den weiteren Bau Aufträge an regionale Unternehmen vergeben werden.

Bürgermeister Georg Schützinger erinnerte in seiner Rede daran, dass die Gemeinde schon beim Bau der Schule 1993 Grundstücke gekauft hatte, um eine Sporthalle anzubauen. Zum damaligen Zeitpunkt seien aber die Kosten nicht zu bewältigen gewesen. Auch jetzt sei eine Finanzierung nicht ohne die Aufnahme von Schulden möglich. Diese seien aber "überschaubar". Insgesamt soll der Bau 3,3 Millionen Euro kosten. Die Regierung von Oberbayern beteilige sich mit einem Zuschuss von 235.000, der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) mit 470000 Euro. Die Zuschüsse seien an einen Eigenanteil gebunden, den der TSV Grabenstätt zusammen mit dem Förderverein "Eine Halle für Grabenstätt" aufbringen müsse. Der Eigenanteil beträgt 230.000 Euro und kann auch mit Spenden und Arbeitsleistungen erbracht werden.

So erbringt zum Beispiel der Grabenstätter Statiker Lothar Hermann, Mitglied des Fördervereins, mit der Berechnung der Halle einen beträchtlichen Beitrag durch eigene Arbeitsleistung. Manfred Langerspacher, Vorsitzender des Fördervereins, und Roman Metzner, Vorsitzender des TSV, betonten, dass alle Ortsvereine in gemeinschaftlichen Aktionen die jahrelangen Vorarbeiten getragen hätten und auch weiterhin zusammenarbeiten wollen.

Der TSV nutzte bisher zum Teil den Gymnastikraum der Schule, der ehemals als Übergangslösung beim Bau der Schule integriert wurde. Zum Teil wichen die Vereinsmitglieder auch auf Nachbarhallen aus. Besonders im Winter habe das zu Defiziten geführt. Metzner erklärte, durch den Neubau könnten nun auch weitere Sportarten angeboten werden, die eine breitere Bevölkerungsgruppe ansprechen sollen. Auch Waltraud Hübner, Elternbeiratsvorsitzende und Vertreterin der Ortsvereine, zeigte sich erleichtert über den Baubeginn. Der Bedarf sei "dringend", so Hübner. Der jetzige Gymnastikraum sei zum Teil nicht zweckmäßig und zu klein: Für Gemeinschaftsspiele wie zum Beispiel Fußball war er nicht nutzbar. Kreismeisterschaftsteilnehmer der Grundschüler hätten bislang keine Möglichkeit gehabt, vor Ort zu trainieren. Auch der im August pensionierte frühere Schulleiter der Grundschule, Albert Reißl, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis seines jahrelangen Einsatzes für die Halle: "Der Kampf hat sich gelohnt", so Reißl. Der Bau der Halle soll längstens 18 Monate dauern.

Nadia Wolf (Chiemgau-Zeitung)

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