Eine Liste mit Baulücken

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Chieming - Um besser die Struktur der Gemeinde in den Griff zu bekommen und die Entwicklung gezielt beeinflussen zu können, will die Verwaltung in Chieming ein Baulückenverzeichnis aufstellen.

Bürgermeister Benno Graf sagte in der jüngsten Gemeinderatssitzung, es gebe noch 109 Flächen im Gemeindebereich, die bebaubar wären.

Graf zählte im einzelnen in Chieming selbst 66, in Egerer zehn, in Weidach acht, in Stöttham sechs, in Hart fünf sowie in Ising, Manholding und Thauernhausen je drei solcher Baulücken auf. Die Grundbesitzer sollen mit einem Serienbrief um freiwillige Mitteilung darüber gebeten werden, ob eine grundsätzliche Verkaufsbereitschaft in naher oder weiterer Zukunft geplant sei. Mit sieben zu sechs Stimmen sprach sich der Gemeinderat für dieses vorgeschlagene Anschreiben aus. Die Befürworter sehen diese Aktion als besonders bürgerfreundlich an, die dem zukünftigen Leitbild der Gemeinde als wichtige Meinungsbildung dienen könnte. Die Nein-Sager hingegen meinten, es würde genügen, wenn der schriftliche Hinweis zur geplanten Aufstellung von Baulücken nur im Gemeindeblatt stünde, ohne die Verwaltung mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten.

Der Bürgermeister unterrichtete das Gremium über die Absicht des Staatlichen Bauamtes, den weiteren Verlauf des Geh- und Radweges entlang der Staatsstraße von Sondermoning nach Matzing mit über insgesamt 3,2 Kilometern Länge zeitnah zu realisieren. Graf bemerkte, etwa ein Kilometer davon befinde sich im Chieminger Gemeindegebiet. Die Räte stimmten der geplanten Maßnahme einvernehmlich zu. Mit zehn zu drei Stimmen (Alois Zollner, CSU , Sebastian Heller, Elisabeth Heimbucher, beide von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Bürgerforum) billigte der Gemeinderat nach lebhafter Diskussion den Planentwurf eines Traunreuter Ingenieur-Büros, zum Ausbau des Mühlenweges in Chieming, bisher ein Sandweg. Die Kosten werden mit 130000 bis 160000 Euro veranschlagt.

Geplant ist, die etwa 120 Meter lange Ortsstraße auf eine Breite von fünf Metern plus 50 Zentimeter Bankett auszubauen und mit Unterbau und Straßenentwässerung zu versehen. Zudem müssen laut Graf die vorhandenen Pilzleuchten entfernt und durch drei "Siteco Galaxie-Leuchten", die mit Reflektortechnik ausgestattet sind, ersetzt werden. Wolfgang Hillenbrand (UW) berichtete von Anlieger, sie wünschten sich einen möglichst kostengünstigen Ausbau mit geringen Unterhaltskosten. Graf lehnte den geforderten sogenannten Leichtausbau ab, weil der Belag auch frostsicher und der Bau eines Entwässerungskanals sein müsse. Heinz Wallner (CSU ) sprach sich für einen großzügigen Zahlungszeitraum für die Grundstücksbesitzer aus, während Heller anregte, den dortigen Hausbesitzern müssten Finanzierungsmodelle angeboten werden. Heimbucher wünschte sich die Vorstellung einer Alternativplanung.

Peter Mitterleitner (CSU ) forderte Bürgermeister und Verwaltung auf, bei Anliegerbesprechungen - nicht wie zuletzt am 13. August - künftig auch den gesamten Gemeinderat mit einzuladen.

oh/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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