"Eine sehr schöne und ehrenvolle Aufgabe"

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Annemarie Biechl, neue Vorsitzende vom Verein der Freunde der Abtei Frauenwörth im Chiemsee e.V., vor dem Klosterladen

Frauenchiemsee - Annemarie Biechl nahm als neue Vorsitzende der Abtei Frauenwörth jetzt ihre Arbeit auf. Ein Interview über ihre Aufgaben und Ziele als neue Vorsitzende:

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Abtei Frauenwörth unter neuer Leitung

Das Kloster Frauenwörth im Chiemsee hat eine große geschichtliche Bedeutung und einen immensen kulturellen Wert über den Chiemgau und Bayern hinaus. Auch im Klosterdasein und in den Aufgabenstellungen hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Eine hilfreiche Brücke gerade bei wirtschaftlichen und finanziellen Angegelenheiten ist der Verein der Freunde der Abtei Frauenwörth im Chiemsee. Nach erfolgreichen Jahren der Führung durch den vormaligen Präsidenten des Bayerischen Landtags, Alois Glück hat seit wenigen Monaten die Landtagsabgeordnete und Landesbäuerin Annemarie Biechl aus dem Landkreis Rosenheim das Amt der Vorsitzenden inne.

Bei einem Gespräch im Kloster der Abtei Frauenchiemsee beantwortete Frau Biechl einige Fragen.

Frau Biechl, zuerst herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl zur Vorsitzenden vom Verein der Freunde der Abtei Frauenwörth im Chiemsee. Wie würden Sie den Verein und seine Aufgaben beschreiben?

Der Freundeskreis der Abtei Frauenwörth im Chiemsee ist in einer Zeit des Umbruchs für das Kloster gegründet worden. Durch die Veränderungen in der Landwirtschaft und in den Schulstrukturen brachen die bisherigen wirtschaftlichen Grundlagen weitgehend weg, so dass sich das Kloster neu orientieren musste. Zur Unterstützung in dieser schwierigen Zeit hat sich der Verein gegründet, der mittlerweile weit über 900 Mitglieder zählt.

Was wurde in den ersten Jahren seit Bestehen des Vereins geleistet?

In den nunmehr 17 Jahren des Bestehens des Vereines wurde Unglaubliches geleistet. Es wurden erhebliche Mittel aus der Wirtschaft erschlossen und damit notwendige Bau- und Sanierungsarbeiten möglich gemacht. Nicht weniger wichtig war aber gerade auch in der Gründungszeit die fachliche Begleitung des Konvents in Baufragen, in finanziellen Überlegungen und der Herausforderung, sich neue wirtschaftliche Grundlagen zu suchen.

Welche Ziele und Vorhaben haben Sie sich für die nächsten Jahre vorgenommen?

Der Konvent hat es in hervorragender Weise geschafft, sich den neuen Aufgaben zu stellen. Aber es gibt immer wieder neue Herausforderungen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt, z. B. steht im gesamten Klosterbereich das Erneuern der immerhin rund 1000 (eintausend!) Fenster an. Dabei wollen wir mit unseren Möglichkeiten aktiv unterstützen.

Was sind die größten bzw. schwierigsten Aufgaben als Vorsitzende des Fördervereins?

Die Aufgabe, die ich von Alois Glück, der den Verein 17 Jahre geführt hat, übernommen habe, ist eine sehr schöne und ehrenvolle. Ich will in enger Zusammenarbeit mit der Äbtissin und den Schwestern des Konvents die Geschicke des Klosters begleiten und unterstützen.

Klösterliche Zurückgezogenheit und wirtschaftliche Veranstaltungsaktivitäten – kann sich das auf Frauenchiemsee vertragen?

Es war und ist auch heute das vorrangige Ziel des Vereins, dass alle Aktivitäten unsererseits und die wirtschaftliche Nutzung des Klosters dem benediktinischen Geist und der geistlichen und geistigen Zielsetzung des Ordens gerecht werden müssen. Es muss immer alles unter der Prämisse “inselverträglich und klosterverträglich“ betrachtet werden.

Wie kann man Ihrem Verein beitreten und wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag?

Der Beitritt zu unserem Verein ist über das Internet: www.Frauenwoerth.de oder über die Telefonnummer der Schriftführerin Schwester Hanna Fahle OSB: 08054/ 9070 oder Fax: 08054 / 7967 möglich. Auf Frauenwörth oder bei Mitgliedern des Freundeskreises gibt es auch unsere neuen Informationsprospekte, die alles Wissenswerte über unseren Freundeskreis beinhalten. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25,00 Euro jährlich.

Welche Wünsche haben Sie an die Politik, Wirtschaft und Bevölkerung angesichts der Herausforderungen auf Frauenchiemsee?

Gerne würde ich in diesem Jahr das tausendste Mitglied im Förderkreis begrüßen und ich wünsche mir, dass es uns allen gelingen möge, Frauenwörth weiterhin als das geistig-kulturelle Zentrum im Chiemgau zu erhalten. Frauenwörth, mit seiner 1.250 jährigen-Geschichte muss auch im 21. Jahrhundert seine spirituelle Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus bewahren.

„Vergelt's Gott“ für dieses Gespräch und weiterhin alles Gute für Sie und Frauenwörth.

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