"Chiemsee-Tourismus wieder unter einem Dach"

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Chieming - Der nach fast 100 Jahren im Januar aufgelöste Chiemsee Tourismus Verband soll als Klammer der beiden Landkreise Rosenheim und Traunstein wieder auferstehen.

Wie kann der Tourismus rund um den Chiemsee umfassend gefördert werden? Welche Strukturen sind notwendig, um die Chiemseeregion zukunftsfähig zu machen und nachhaltig zu vermarkten? Diese und andere Fragen rund um den Tourismus in der Region Chiemsee waren Gegenstand eines Fachgespräches der Vorsitzenden der Kreisverbände der Mittelstandunion Traunstein, Rosenheim Stadt und Rosenheim Land im Gasthaus "Oberwirt".

Hintergrund des Treffens war die Situation der Chiemsee-Anliegergemeinden nach der Auflösung des Chiemsee Tourismus Verbandes im Januar 2010. "Die Kreisverbände der Mittelstandsunion rund um den Chiemsee hatten sich bereits im Herbst 2009 einstimmig dafür ausgesprochen, den Chiemsee Tourismus Verband noch nicht aufzulösen", erinnerte der Vorsitzende der Mittelstandsunion Traunstein, Heinrich Wallner aus Chieming. "Dieser Verband mit seiner fast 100-jährigen Tradition hatte sich hervorragend bewährt und gewährleistete eine wichtige Klammerfunktion der beiden Landkreise sowie eine hervorragende Kommunikation der Gemeinden", fuhr Wallner fort.

Nun habe man mit den Problemen zu kämpfen, die eine Aufspaltung in zwei verschiedene Tourismusverbände mit sich brachten, mit den entsprechenden Folgen für die Tourismusbetriebe in der Region Chiemsee. Die notwendige Vernetzung sei nicht mehr gegeben, landkreisübergreifendes Marketing nur schwierig umzusetzen. Der derzeitige Zustand sei alles andere als zufriedenstellend.

Vor dem aktuellen Hintergrund, dass sich der Rosenheimer Verband kürzlich von seiner Geschäftsführerin getrennt habe, sei dringend zu überlegen, im Zuge einer Neubesetzung bereits eine personelle Verschmelzung anzustreben. "Es muss unser Ziel sein, die Strukturen des ehemaligen Chiemsee Tourismus Verbandes, die vor allem durch den ehemaligen, im Vorjahr verstorbenen Priener Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger ins Leben gerufen und gepflegt wurde, wieder nutzbar zu machen. Nur so können die Belange der Chiemseeregion zielführend vertreten werden", so der Vorsitzende der Mittelstandsunion Rosenheim Land, Reinhold Maier. "Ebenso wichtig ist ein funktionierender Verband für die Stadt Rosenheim", ergänzte der Vorsitzende Reinhard Bauer. "Als Verkehrsmittelpunkt spielt auch die Stadt Rosenheim eine bedeutende Rolle für die Chiemseeregion. Um hier zukunftsfähig zu bleiben, ist eine Vernetzung ungeheuer wichtig."

"Hier muss eine rasche Lösung angestebt werden", betonten die drei Kreisvorsitzenden einstimmig. "Wir müssen der touristischen Präsenz der Chiemseeregion wieder den Stellenwert verschaffen, den sie verdient."

re/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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