Einmal mehr ein Super-Jahrgang

Prien - Das Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) hat seinen Ruf als eine der führenden Talentschmieden in Sachen Bildung in der Region einmal mehr unter Beweis gestellt.

Unter den 96 Abiturienten, die gestern im feierlichen Rahmen (und bei drückender Schwüle) im großen Kursaal ihre Abschlusszeugnisse überreicht bekamen, waren 23 mit einer Eins vor dem Komma. Auch der 2012er-Jahrgang schaffte ein Abitur, das deutlich besser war als im Landesschnitt.

Den feierlichen Moment für 52 junge Damen und 44 Herren verfolgten nicht nur viele Angehörige, auch Bürgermeister aus den Heimatgemeinden der Absolventen bekundeten durch ihren Besuch die Wertschätzung für das LTG. Der große Kursaal reichte gerade aus, um die große Besucherzahl zu fassen. Wer in den hinteren Reihen Platz gefunden hatte, verpasste nichts: Das Geschehen auf der Bühne wurde auf eine Großleinwand übertragen.

Umrahmt wurde das Programm traditionell musikalisch und tänzerisch von den Abiturienten selbst, die dafür teils frenetischen und durchwegs verdienten Beifall ernteten - allen voran die Jahrgangsbeste Anna Fichtl, die nicht nur ein makelloses 1,0-Abi schaffte, sondern am Klavier ihr künstlerisches Können bewies.

Sie wurde ebenso wie alle anderen mit einem Schnitt von 1,5 und besser im Abschlusszeugnis vom Bürgermeister ihrer Heimatgemeinde mit Präsenten belohnt. Zusätzlich überreichte Filialleiter Alexander Hagenbrock für die Sparkasse "glänzende Goldmünzen für glänzende Leistungen", und auch Dr. Erwin Gross vom Rotary Club Chiemsee und Winfried Lackner, Vorsitzender des Elternbeirats, honorierten besonders verdiente Abiturienten.

Oberstudiendirektor Günther Madsack lehnte seine Abschlussrede an ein Zitat des griechischen Philosophen Demokrit an: "Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Herberge" legte er den scheidenden Schülern als mögliches Lebensmotto ans Herz. Der LTG-Chef stellte nicht nur die erworbenen Fähigkeiten heraus, die sich die Abiturienten im Rahmen des "regulären" Lehrplans erworben haben, sondern auch fünf Elemente des "heimlichen Lehrplans", darunter Engagement und Durchhaltevermögen.

Mit viel Witz und Botschaften zwischen den Zeilen hatten Regina Osterauer und Dominik Graf als Redner stellvertretend für den gesamten Jahrgang die Lacher auf ihrer Seite. Sie erinnerten unter anderem an die zwei Oberstufenjahre "voll mit E-Mails mit lebensverändernden Informationen" und an die "ins Unendliche steigende Panik" vor der Mathe-Abschlussprüfung.

Alexandra Burgmaier wünschte den Absolventen als Stellvertreterin von Landrat Josef Neiderhell Mut und Optimismus, Gerold Schwarzer als Vorsitzender des Förder- und Freundeskreises LTG, der auch die Abiturbilder spendierte, verglich das Abschlusszeugnis mit einer "wohlverdienten Medaille, die Sie sich durch acht Jahre ,Brainstorming' erworben haben".

Priens Bürgermeister Jürgen Seifert spickte seine Ansprache in Anlehnung an die Halbfinalniederlage der deutschen Nationalmannschaft am Vorabend bei der Europameisterschaft gegen Italien mit fußballerischen Weisheiten wie "Wichtig ist auf dem Platz". Auch die Wichtigkeit des funktionierenden Zusammenspiels von Mannschaft (Schülern) und Trainern (Lehrern) hob er hervor.

"Nun seid ihr frei." Der Satz von Elternbeiratsvorsitzendem Winfried Lackner galt in gewisser Weise auch für ihn, denn mit dem Abi seiner Tochter scheidet er nach acht Jahren aus diesem Ehrenamt. "Folgt euren Interessen, denn nur begeisterte Menschen werden erfolgreiche Menschen", rief er den Abiturienten zu. Madsack dankte Lackner zu dessen Abschied vor allem "für den Geist, mit dem Du das Amt ausgeführt hast".

Die Überreichung der Abiturzeugnisse durch Madsack, Oberstudienrat Christian Czempinski und Studiendirektorin Brigitte Hartl wurde angesichts der Menge von 96 Absolventen garniert und aufgelockert mit Kinder- und Jugendfotos sowie selbst ausgewählten kurzen Musikausschnitten.

Der über zweieinhalbstündigen Feier im Kursaal war ein ökumenischer Gottesdienst mit den Pfarrern Bruno Fink und Karl-Friedrich Wackerbarth vorausgegangen. Am Abend feierten die nun ehemaligen LTG-Schüler mit Angehörigen und Freunden im Aschauer Festsaal.

db/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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