Gesundheitstourismus möglich? - Ja!

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v.l. Professor Dr. Dieter Benatzky (Hochschule Rosenheim), Florian Hoffrohne (Kurdirektor Bad Feilnbach) und Klaus Stöttner (CSU-Landtagsabgeordneter). 

Bad Endorf – Hat die Marktgemeinde eine Chance den Gesundheitstourismus im Ort anzukurbeln? Das ist nun beim zweiten CSU-Stammtisch im Landgasthof Bauernwirt diskutiert worden:

Welche Anforderungen hat ein Tourist an Bad Endorf und wie könnten Erfolgsstrategien in Hinsicht auf eine bessere Vermarktung des Kurortes aussehen? Dies wurde kürzlich vom Rosenheimer CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner, dem Rosenheimer Hochschulprofessor für Gesundheitswirtschaft Dr. Dieter Benatzky und dem Kurdirektor von Bad Feilnbach, Florian Hoffrohne, im Landgasthof Bauernwirt mit Bürgern von Bad Endorf diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Ortsvorsitzenden der CSU Bad Endorf, Norbert Eckstein.

"Alle müssen an einem Strang ziehen"

Die Antwort auf die Frage lautete klar: Ja! Das Potential für einen funktionierenden Gesundheitstourismus ist vorhanden. Die Bedingung dafür – darüber waren sich alle Anwesenden einig – ist, dass dafür alle im Ort gemeinsam an einem Strang ziehen. Vor allem bei den notwendigen Themen, die Bad Endorf helfen könnten, sich als Kurort zu profilieren. „Eine klare Positionierung ist wichtig, um wahrgenommen zu werden“, erklärte Professor Benatzky. Hierbei habe Bad Endorf verschiedene Möglichkeiten mit einer der stärksten Jod-Thermalsolequellen Europas und einem einzigartigen Wintersport-Leistungszentrum der Bundespolizei. „Wir müssen ausnützen, was wir im Ort haben.“

Bessere Infrastruktur und bessere Internetverbindung!

Ein klares Profil reicht aber nicht aus, um mehr Gäste nach Bad Endorf zu locken. Es müsse sich auch im Ort selbst einiges tun, erklärte der CSU-Landtagsabgeordnete Stöttner. So sollte die Marktgemeinde in die Infrastruktur investieren und für bessere Breitbandverbindungen sorgen - „Jeder möchte online sein, auch im Urlaub“. Beides könnte sich Bad Endorf vom Freistaat Bayern fördern lassen. Sollte dies nicht passieren, würden Firmen und damit auch immer mehr Bürger vom Land in die Stadt umsiedeln. Hier gebe es bereits seit sieben Jahren einen Trend, der nur durch Investitionen in den Ort aufgehalten werden könne.

Wie hohe Schulden abmildern?

Beim Thema Geld kam der CSU-Landtagsabgeordnete auch auf die finanzielle Lage der Heilbäder in Kurorten wie Bad Endorf zu sprechen. „Alle Heilbäder haben hohe Schulden, weil sie zum Beispiel neben den Heilbädern auch Kurhäuser unterhalten müssen“, sagte Stöttner. „Hier müssen wir uns als Freistaat Bayern etwas überlegen“, kündigt er weiter an. Dabei wolle er unter anderem die Frage klären, wie der Finanzschlüssel geändert werden könne, um die Gemeinlast der Marktgemeinde Bad Endorf zu verringern.

Tourismusausschuss soll künftig regelmäßig tagen:

Bevor die Politik helfen kann, muss jedoch auch die Gemeinde selbst tätig werden. Hier fehle es aber an grundsätzlichen Dingen, erklärte der Bad Endorfer Gemeinderat Alois Loferer:„Der Tourismusausschuss hat seit einem Jahr, seit ich im Gemeinderat sitze, nicht getagt!“ Dies soll sich, wenn es nach Loferer geht, demnächst ändern, auch wenn dieser nicht beschlussfähig ist. Noch nicht – denn Stöttner schob gleich noch den Vorschlag hinterher, einen beschlussfähigen Ausschuss einzuführen, um den Gemeinderat von Entscheidungen wie zum Beispiel der Erneuerung von Sitzbänken zu entlasten.

Kritischer sah die Lage von Bad Endorf der Kurdirektor von Bad Feilnbach, Florian Hoffrohne. Auch wenn er das Potential von Bad Endorf sieht, weiß er auf der anderen Seite auch um die Schwierigkeit der Vermarktung von Kurorten. „Die Leute fliegen lieber in die Türkei in den Urlaub. Wir müssen also den Gast davon überzeugen, hier in der Region Urlaub zu machen und etwas für seine Gesundheit zu tun“, sagte Hoffrohne. Dies sei nur möglich, wenn man Gesundheit und Tourismus zusammenbringe.

Pressemitteilung CSU

Quelle: rosenheim24.de

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