Bürgerinitiative will weitermachen

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Rund 300 Bürger, so hieß es, seien beim Fest dabei gewesen.

Bad Endorf - Die Gasbohrungen am Langbürgner See sind abgewendet. Die Bürgerinitiative feierte deshalb ein Freudenfest - und will weiter aktiv bleiben.

Den erfolgreiche Einsatz für den Langbürgner See und gegen das Gasbohren begingen die Mitglieder der Bürgerinitiativen, Weggefährten und interessierte Bürger am Wochenende mit einem Freudenfest in der Bad Endorfer Festhalle. Tags zuvor hatte in der Pfarrkirche St. Jakob eine ökumenische Dankandacht stattgefunden, die die Landjugend Bad Endorf musikalisch gestaltete.

Mit kurzen Redebeiträgen der Bürgerinitiativen, Gesangseinlagen, Fotoausstellung und Filmvorführung der Initiativarbeit blickten die Mitglieder der Bürgerinitiativen noch einmal auf das Geschehen der vergangenen Zeit rund um die geplante Gasbohrung zurück.

Der Einladung zum Freudenfest seien über 300 Interessierte Bürger in Endorfer gefolgt, hieß es. Bernhard Fricke von der Sonnenarche, der die Bürgerproteste begleitet hatte, erklärte: "Die Verhinderung der gefährlichen Erdgasbohrpläne der RAG unter dem Naturschutzgebiet des Langbürgner Sees erfüllt mich immer noch mit grenzenloser Freude und Dankbarkeit." Dank gebühre aber auch der RAG Austria, die ihren Bohrantrag, zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend, trotz einer starken rechtlichen Position zurückgenommen und der Region damit möglicherweise heftige Auseinandersetzungen zwischen Bürgern und der Polizei erspart habe.

Von der Landjugend war zu hören, dass sie aus dieser Geschichte gelernt haben: "Wenn man etwas in der Politik erreichen will, müssen es viele Leute sein, die zusammen halten und an einem Strang ziehen."

Gerold Schwarzer vom Bund Naturschutz Ortsgruppe Rimsting zollte den Bürgerinitiativen großen Respekt und gratulierte der Bürgergemeinschaft.

Professor Otto Siebeck, der als Limnologe die Verhältnisse in diesem Naturschutzgebiet gründlich erforscht hat, erklärte: "Dieser Erfolg wäre mit meinen wissenschaftlichen Ergebnissen allein nicht gelungen. Es ist das Ergebnis mühsamer und konsiquenter Arbeit der Bürger."

Auf Grund des Mutmachenden, erfolgreichen Bürgerwiderstandes, hat die BI beschlossen, weiter zu machen. "Das Vorhaben ist zwar eingestellt worden. Bei diesem Kampf sind aber so viele Themen hoch gekommen, dass wir weiter machen. Es werden verschiedene Arbeitskreise wie Alpenkonvention, Bergrecht, Energiewende, Trinkwasser und Medien gebildet.

DJ Eva sorgte für Discostimmung und für das leibliche Wohl der Saalwirt.

amf/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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