Beratungen zum Jahreshaushalt 2013 im Marktgemeinderat Bad Endorf

Lichtblicke im Haushalt

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Größere Investitionsmaßnahme für 2013 stehen im Zusammenhang mit Modernisierungsarbeiten an den beiden Endorfer Schulen - im Bild die Grundschule - an.

Bad Endorf - Die Marktgemeinde hat weiterhin mit hohen Schulden zu kämpfen, aber: Die Pro-Kopf-Verschuldung sank unter die magische Marke von 2000 Euro.

Der Bad Endorfer Marktgemeinderat verabschiedete einstimmig den Haushaltsplan 2013. Eingangs der Beratung stellte Bürgermeisterin Gudrun Unverdorben fest, dass der Haushalt 2012 mit erfreulichen Tendenzen unter anderem in der Gewerbe- und Einkommenssteuer sowie bei den Schlüsselzuweisungen und beim Abbau der Zinsbelastungen eine günstige Basis für den neuen Haushalt 2013 bildete. "Wenn auch die Finanzlage weiterhin angespannt ist, haben wir einen guten Handlungsspielraum, wenn man auch vor unliebsamen Überraschungen nie gefeit ist."

Weiterhin gelte es nach ihrer Einschätzung aber, den Schuldenstand im Auge zu behalten und Investitionen sorgsam abzuwägen. Im Anschluss daran erläuterte sie das Zahlenwerk. Mit einem Gesamtvolumen von knapp 16,1 Millionen Euro (in 2012: 15,7 Millionen) geht die Marktgemeinde in das neue Jahr. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich dabei auf 13,2 Millionen (2012: 11,3 Millionen), der Vermögenshaushalt auf 2,8 Millionen Euro (2012: 4,4 Millionen). Bei der Aufstellung des Haushalts konnte der Kämmerer auf ein solides Steuerniveau aufbauen. Die Kreisumlage an den Landkreis schlägt mit 2,75 Millionen (2012: 2,7 Millionen) zu Buche. Mit einem Anstieg der Einkommenssteuer und Umsatzsteuerbeteiligung um knapp 140.000 Euro auf insgesamt 3,48 Millionen Euro (2012: 3,3 Mio.) ist ein erfreulicher Trend zu verzeichnen. Das Gewerbesteuerniveau der Marktgemeinde konnte aufgrund eines guten Ergebnisses und durch neue Betriebsansiedelungen auf 2,0 Millionen Euro (Vorjahr: 1,73 Millionen) gesteigert werden. Die Schlüsselzuweisungen weisen eine leichte Erhöhung auf 1,7 Millionen Euro (2012: 1,33 Millionen) aus. Die Hebesätze bleiben demgegenüber in 2013 unverändert. Die Gewerbesteuerumlage an den Freistaat Bayern macht sich mit 500.000 Euro (2012 mit 330.000 Euro) auf der Ausgabenseite bemerkbar. Als Grund hierfür bezeichnete der Kämmerer das gestiegene Gewerbesteueraufkommen. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt (Indikator für die Finanzkraft einer Kommune) beläuft sich im Jahr 2013 auf 1,77 Millionen Euro (2012: 1,18 Mio.). Die so genannte Freie Spanne (frei verfügbarer Betrag für Investitionen) zeigt mit knapp 1 Million Euro (2012: 318.000) ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Bei den Finanzinvestitionen stehen vor allem die Hangentwässerung im Ortsteil Antwort mit 80.000 Euro und Brückenbauarbeiten im Bereich des "Campingplatzes Stein" mit 200.000 Euro (möglich Zuschüsse in Höhe von 120.000 Euro) an vorderster Stelle. Als weitere Großposten schlagen Sofortmaßnahmen für den Brandschutz bei der GWC mit 400.000 Euro zu Buche.

Auf der Agenda stehen auch Modernisierungsarbeiten an der Grund- und Hauptschule (270.000 Euro). Des Weiteren sind 60.000 Euro für die Kurparkanlegung sowie 50000 Euro (Zuschüsse 10.000 Euro) bei der Umrüstung der Straßenlaternenbeleuchtung auf LED-Technik geplant. Kanalbauarbeiten sind in Höhe von 400.000 Euro für Baumaßnahmen und 50.000 Euro für Planungsaufwendungen angesetzt. Abschließend bezifferte Kämmerer Hans Eder den Schuldenstand auf 16,1 Millionen Ende 2012 (2011: 16,9 Millionen). Die damit verbundene Pro-Kopf-Verschuldung konnte mit 1938 Euro unter die magische Marke von 2000 Euro (2011: 2066 Euro) gedrückt werden.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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