„Splittersiedlung“ vermeiden

+
Mit einer Einzelfallentscheidung stimmte der Bauausschuss dem Neubau eines Austraghauses mit integrierter Garage und zwei Ferienwohnungen im Ortsteil Hemhof/Gaben (am Bildrand rechts) zu.

Bad Endorf - Eine Grundsatzdiskussion löste ein Bauantrag im Bauausschuss aus. Am Ende wurde einem Austraghaus mit zwei Ferienwohnungen im Ortsteil Hemhof zugestimmt.

Im Rahmen der jüngsten Bauausschusssitzung hatte sich das Bad Endorfer Plenum auch mit Bauwünschen auf ländlichem Gebiet zu beschäftigen. Dabei löste der Bauantrag für den Neubau eines Austraghauses mit integrierter Garage und zwei Ferienwohnungen im Ortsteil Hemhof eine Grundsatzdiskussion aus.

Auf Nachfrage erläuterte Bauamtsleiter Günter Bayer, dass das Austragshaus nur dann genehmigungsfähig sei, wenn es im direkten Zusammenhang mit der Landwirtschaft oder mit einer Wohnraumerweiterung für die Landwirtschaft stehe. Weiter ergänzte er, dass die Ferienwohnungen durch die landwirtschaftliche Privilegierung abgedeckt sind.

Grundtenor bei der anschließenden Beratung, bei der dem Antrag eine Zustimmung gegeben wurde, lag darin, eine weitere Wohnhausbebauung nur nach Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu genehmigen, um dadurch auch dem Entstehen einer "Splittersiedlung" entgegenzuwirken. Letztlich muss aber auch noch das Landwirtschaftsamt prüfen, ob die beabsichtigte Baumaßnahme die Voraussetzungen des Baugesetzbuches erfüllen.

Beim Antrag für den Bau von drei Einfamilienhäusern Am Mühlberg bezeichnete der Baumamtsleiter die Abstandsflächen als Knackpunkt. Eine Lösungsmöglichkeit wäre hier ein Zusammenrücken oder Verkleinern der Bauobjekte. CSU-Rat Alois Loferer bemängelte die zu hohe Bodenversiegelung. Der Bauausschuss stimmte dem Antrag tendenziell zu, wollte dabei aber noch einige Detailfragen wie die Abstandsflächen (zum Teil auf öffentliche Verkehrsflächen) geklärt wissen. Grünes Licht erhielt mit dem Hinweis auf die angrenzenden Gleisanlagen der DB AG und der Chiemgauer Lokalbahn die formlose Anfrage für ein Doppelhaus an der Friedhofstraße. Ohne Wenn und Aber wurden auch die Werbeanlagen der dm-Vermögenverwaltungsgesellschaft fü ihr Geschäft im Gewerbegebiet und der Firma Müller-Oberhorner an der Bahnhofstraße abgenickt.

tn/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser