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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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Endspurt auf der Baustelle

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Richtfest gefeiert: Auf das Baugerüst stieg nicht nur Zimmerer Georg Anderl (kleines Foto), wie es der Brauch vorschreibt, sondern nach ihm auch Bauherr Jürgen Schulz. Hoch erfreut sagte der Gründer der Björn-Schulz-Stiftung, dass nicht nur Architekt Christian Reiser, sondern auch alle Handwerker eine hervorragende Arbeit auf der Baustelle leisten.

Gstadt - Der Irmengardhof feierte am Mittwoch das Richtfest für seinen Ausbau. Hier sollen ab Anfang des kommenden Jahres schwerstkranke Kinder betreut werden.

Die Björn-Schulz-Stiftung vollendet in den nächsten Monaten den Ausbau des Irmengardhofes zu einer Ferien- und Nachsorgeeinrichtung für schwerstkranke Kinder. Nachdem sie bereits einen ersten Bauabschnitt abgeschlossen und vor einem Jahr das Haus eröffnet hat, geht sie nun im Rahmen des zweiten und letzten auf die Zielgerade. Am Mittwochnachmittag feierte sie Richtfest. Anfang nächsten Jahres ist das große Werk dann vollbracht.

Die Leser der OVB Heimatzeitungen hatten ein großes Herz gezeigt und einen Traum Wirklichkeit werden lassen: 780000 Euro spendeten sie im Laufe der OVB-Weihnachtsaktion 2010 "Gemeinsam für krebskranke Kinder". Das Geld war bestimmt für die Björn-Schulz-Stiftung mit Sitz in Berlin, die dann das Projekt anpackte und den früheren, seit Jahren leer stehenden Klosterhof in der Nähe des Chiemseeufers in eine Ferien- und Nachsorgeeinrichtung für schwerstkranke Kinder und deren Angehörige umwandelte.

Im Verlauf des ersten Bauabschnittes erneuerte die Stiftung den nördlichen Trakt des Dreiseithofes und den im Westen gelegenen Verbindungsbau zum südlichen Teil. Sie schuf insgesamt 14 Appartements mit einem und zwei Zimmern. Ein Teil ist rollstuhlgerecht ausgebaut, ein Aufzug verbindet die Stockwerke. Der Bauherr errichtete eine Reihe von Gemeinschaftsräumen, die zum Wohlergehen der Gäste entscheidend beitragen: unter anderem einen Säulensaal, ein Kaminzimmer, ein Werk- und Bastelzimmer, ein Sternenzimmer mit Dachfenster, Therapie- und zwei Veranstaltungsräume sowie einen Raum der Stille in der ehemaligen Klosterkapelle.

Im zweiten Bauabschnitt erneuert und erweitert die Stiftung nun den letzten Teil des alten Dreiseithofes. Der Um- und Ausbau des südlichen Traktes läuft auf Hochtouren. In diesem Bereich entstehen nun vor allem auch fünf voll ausgestattete Pflegezimmer - womit die Stiftung dann in ihrer Einrichtung auch liegend kranke Gäste beherbergen kann. Eingerichtet wird auch ein Aufzug, der die entsprechende Größe besitzt. Außerdem werden 15 weitere Ein- und Zweizimmer-Appartements eingerichtet. Auch im Rahmen dieser Maßnahmen entstehen wieder einige Gemeinschaftsräume. Unter anderem erhalten die Gäste im Haus dann auch die Möglichkeit zu klettern.

Mit dem zweiten Bauabschnitt geht der Um- und Aubau des Irmengardhofes in den nächsten Monaten zu Ende. Wie auf der Baustelle zu erfahren war, ist der Abschluss Anfang nächsten Jahres zu erwarten. Die Kosten belaufen sich dann auf insgesamt zirka 4,5 Millionen Euro.

Auf der letzten Wegstrecke hat die Stiftung nun ein Etappenziel erreicht. Im Rohbau ist alles fertig - Zeit also, Richtfest zu feiern. Zimmerer Georg Anderl aus Lienzing, einem Ortsteil der Gemeinde Gstadt, stieg auf das Baugerüst und gab den Richtspruch zum Besten. Und wie die Tradition weiter vorgibt, ließ er dann auch ein Weinglas zu Bruch gehen.

Stiftungsgründer Jürgen Schulz, dessen Sohn Björn den Kampf gegen den Krebs im Kindesalter verloren hatte, kletterte dann ebenso auf das Gerüst. "Wenn der zweite Bauabschnitt qualitativ so gut ausfällt wie der erste, dann bin ich überaus zufrieden", sagte er - und war gleichzeitig guter Hoffnung, dass dem so sein wird. Architekt Christian Reiser aus Rimsting habe es geschafft, "aus dem alten ein neues Haus zu machen, ohne das alte zu vergessen". Und die Handwerker leisten laut Schulz eine "wirklich tolle Arbeit". Auch in Berlin habe er eine Baustelle, dort jedoch sei er mit der Arbeit der Handwerker längst nicht so zufrieden.

Schulz freute sich, dass er vor Ort von allen so gut aufgenommen worden sei. Auch die Gemeinde Gstadt, namentlich nannte er Bürgermeister Bernhard Hainz, "hat uns sehr geholfen". Erst vor kuzem habe er, Schulz, nun mit Freuden vernommen, dass die Bushaltestellen behindertengerecht umgebaut werden. Eine "Riesen-Leistung" ist laut Schulz der Bau der Unterfühung, die den Gästen in der Einrichtung nun nicht mehr einen Gang über die vielbefahrene Straße von Gstadt nach Seebruck zumutet, sondern ihnen stattdessen einen sicheren Weg unter der Straße hindurch zum Chiemsee ebnet.

pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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