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Endziel ist ein "Reggae-Park"

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Als Dauereinrichtung in Übersee etabliert: Peter Stöger, Martin Altmann und Bürgermeister Marc Nitschke (von links) besichtigen das ergrünte Festivalgelände.

Übersee - Die legendären "Schlammschlachten" beim alljährlichen "Chiemsee-Reggae-Summer" gehören wohl der Vergangenheit an. Der richtige Rasen soll Abhilfe schaffen.

Die legendären "Schlammschlachten" beim alljährlichen "Chiemsee-Reggae-Summer" in Übersee gehören der Vergangenheit an. Vor dem diesjährigen 18. Festival vom 24. bis 26. August präsentiert sich das Gelände sogar erstmalig mit einer dünnen Rasenfläche. Mittels eines kompletten Bodenaustauschs und der Aussaat von so genanntem "Magerrasen" ist der gesamte Festivalbereich nunmehr komplett befestigt. Als Endziel schwebt dem Veranstalter sogar "eine parkähnliche Landschaft" für Europas größtes Reggae- Treffen vor.

Nach den Worten von Martin Altmann, Geschäftsführer der CRP Konzertagentur, ist in den vergangenen vier bis fünf Jahren eine knappe Million Euro ins Gelände investiert worden. Die ehemals landwirtschaftliche Fläche mit ihrem verdichteten Lehmboden sei auf einer Fläche von 45000 Quadratmetern komplett ausgetauscht und der Untergrund je nach Beanspruchung hergerichtet worden. "Und das alles nach dem neuesten Stand der Technik, unter Beachtung geologischer Gesichtspunkte und in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde in Traunstein", wie Altmann nicht ohne Stolz betonte.

Neu sei in diesem Jahr ein fester Stromanschluss fürs Festival, der größtenteils mit Ökostrom gespeist wird. Mit dieser, laut Altmann "erneuten Investition im sechsstelligen Bereich", fallen die lauten, mit Diesel angetriebenen bisherigen Stromaggregate weitestgehend weg. Sie werden nur noch den Spitzenbedarf zu den Hauptzeiten ab-fangen. "Das ist ein weiterer Schritt zu unserem geplanten ökologischen Muster-Festival", so der Veranstalter. Die Devise heißt: "Party - ja, Hully Gully - ja, aber nachts Ruhe und Sauberkeit rund ums Zelt unter ökologischen Gesichtspunkten".

Umweltgedanken stehen auch im Mittelpunkt der kombinierten Bahn- und Busangebote, die seit vielen Jahren Maßstäbe setzen. Laut Altmann reisen inzwischen über 60 Prozent der Festbesucher mit der Bahn an. Im Sinne einer gesünderen Umwelt strebe man für die Zukunft nun noch eine konsequentere Mülltrennung an.

Freude über die vielen Investitionen des Veranstalters und die stetigen Verbesserungen äußerte Bürgermeister Marc Nitschke bei einer Besichtigung des Geländes. "Früher war nach dem Reggae-Fest die ganze Wiese kaputt, und die spätere Steinwüste nach den ersten Auf-schüttungen war auch kein schöner Anblick. Jetzt haben wir erstmals ein grünes Gelände."

Nach Nitschkes Einschätzung dürfte sich das Reggae- Festival nach nunmehr 18 Jahren als Dauereinrichtung in Übersee etabliert haben. "In den vergangenen zwei Jahren habe ich keine einzige ernsthafte Beschwerde von Anliegern mehr gehabt", so der Gemeindechef in Anspielung auf frühere Protestaktionen. Kleinere Unannehmlichkeiten für die Überseer Bürger würden ohnehin noch während der Veranstaltung abgestellt.

Positiv äußerte sich auch Peter Stöger, Erster Vorstand des Tourismusvereins Übersee. Das Reggae-Fest sei die größte Werbung für Übersee deutschlandweit und darüber hinaus.

Befürchtungen, dass sich das Reggae-Gelände nach den teuren Investitionen zu einem ständigen Party- und Veranstaltungsort entwickeln könnte, nahm der Veranstalter den Wind aus den Segeln: "Wir sind froh, wenn wir Europas größtes Reggae-Fest sowie die schon traditionelle Vorveranstaltung 'Chiemsee Rocks zwei Tage zuvor, aufrecht erhalten können. Eine zweite Baustelle brauchen wir nicht."

Bärbel vom Dorp (Chiemgau-Zeitung)

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