Erfolgsmodell: 25 Jahre Klinik Roseneck

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Prien - Die Klinik Roseneck feiert 25-jähriges Jubiläum. Seit 1985 wurden 50.000 Patienten, die unter Essstörungen und Depressionen leiden, behandelt.

Es ist wohl der schwerste Schritt nach 25 Jahren. Der Übergang in den Ruhestand. Nach Jahren harter und erfolgreicher Arbeit. Den Weg in eine positive Zukunft hat Manfred Fichter seinem Nachfolger Ulrich Voderholzer geebnet. Fichter hat mit Hilfe des Geschäftsführers und Inhabers Dieter Schön die Klinik Roseneck 1985 aufgebaut.

Der Professor hatte als einer der wenigen Mediziner bereits Mitte der 80er Jahre erkannt, dass immer mehr Menschen unter Essstörungen leiden und daher betreut werden müssten. Doch für Menschen, die damals von psychomatischen Erkrankungen befallen waren, gab es keine Einrichtung oder Behandlungsräume. 

Die Eröffnung der Klinik Roseneck 1985 war die erste Einrichtung deutschlandweit, die sich auf die Behandlung von Essstörungen spezialisierte. Fichter schaffte es in den vergangenen 25 Jahren mit seinem Team die Klinik in Prien qualitativ so auszubauen, dass die Einrichtung mittlerweile in der Therapie psychosomatischer Erkrankungen im Inn- und Ausland die Spitzenposition eingenommen hat.

Bilder von der Jubiläumsfeier in der Klinik Roseneck

25 Jahre Klinik Roseneck

"Wir haben ein klares Konzept für die Klinik entwickelt. Jeder Patient bekommt eine individuelle Therapie. Zudem haben wir die Patienten in verschiedene Gruppen eingeteilt. Menschen mit Essstörungen bekommen eine andere Behandlung als Patienten, die unter Depressionen leiden", sagt Manfred Fichter. Daher habe man 30 verschiedene Gruppentherapien eingeführt, um einen langfristigen Erfolg bei der Behandlung der Patienten zu erreichen.

Die Klinik verfügt über 385 Betten. Jedes Jahr werden rund 3000 Patienten behandelt. Das Konzept soll auch unter der neuen Leitung von Fichters Nachfolger Ulrich Voderholzer fortgesetzt werden. Voderholzer ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und arbeitete von 1994 bis 2009 im Universitätsklinikum Freiburg. "Ich will die hervorragende Arbeit von Professor Fichter fortführen und mich noch intensiver mit der langfristigen Wirkung unserer Therapien befassen", sagt Voderholzer.

Geschäftsführer Dieter Schön erinnert in seiner Jubiläumsrede an die Anfänge der Klinikgruppe: "Die Pioniere von damals ließen sich von der Überzeugung leiten, dass Qualität die Basis für medizinischen und unternehmerischen Erfolg ist. Patienten, die von der bestmöglichen Medizin profitieren, sind die wichtigsten Botschafter einer Klinik." (sf)           

Rubriklistenbild: © sf

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