Hochwasser-Einsätze trüben Weinfest nicht

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Beste Unterhaltung gab es beim Weinfest der Feuerwehr Erlstätt, das seit 1990 ausgerichtet wird. Erstmals mussten die Feuerwehrler am Festabend zu Einsätzen ausrücken.

Erlstätt - Am Samstagabend fand das traditionelle Weinfest statt. Es herrschte ein gute Stimmung. Doch dieses Mal musste die Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken.

„Wir haben alles im Griff“, betonte der zweite Vorstand der Erstätter Feuerwehr, Michael Wimmer, gegen Mitternacht in seiner Doppelfunktion als Fest- und Einsatzleiter. Während es in der Nacht auf Sonntag sinnflutartig regnete und die Bäche und Flüsse im Umland minütlich anschwollen, stieg auch der Pegel der vielen Besucher des traditionsreichen Weinfestes der Erstätter Floriansjünger. In weiser Vorahnung hatten sie vorgesorgt und neben ihrem Gerätehaus ein gemütliches 800-Mann-Festzelt samt Heizung aufgebaut, sodass die Festgäste unter dem Zeltdach so gut wie nichts von dem nasskalten Schmuddelwetter mitbekamen. Über 50 fleißige Feuermänner und -frauen kümmerten sich in der Küche, am Grill und Ausschank, auf der der „Pils-Insel“ und an der Schapsbar sowie im Kinderbereich um das Wohl der Besucher.

Weinfest in Erlstätt

Auch als Sommeliers, Begrüßungskomitee und Ordner leisteten sie bis in die Morgenstunden ganze Arbeit. So ganz nebenbei lief dabei der Feuerwehr-Funkverkehr auf Hochtouren, denn die Hochwasserlage spitzte sich auch im Gemeindegebiet zu. Allein bis Mitternacht musste viermal zu Hochwasser-Einsätzen ausgerückt werden. Bürgermeister Georg Schützinger eilte ebenfalls zu den Einsatzorten. Zittern mussten auch die eingefleischten Bayern-Fans im proppenvollen Public-Viewing-Bereich, denn zum Ende des DFB-Pokalfinals machte es der der deutsche Rekordmeister und frisch gebackene Champions-League-Sieger noch einmal ungewollt spannend.

Umso größer war die Freude, als der historische 3:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart besiegelt war. Dass das erste Triple der deutschen Fußballgeschichte anschließend gebührend an der Bar begossen wurde, versteht sich von selbst. Andere Feierbiester zogen es vor, mit den „Nicht-Fußballexperten“ auf den Bänken zu schunkeln und zu tanzen. Derweil heizten ihnen „Da oa, da anda und i“ mit fetziger Partymusik, Schlagern und Oldies ein. Zuvor hatten die Ziachspieler Maxi Neuhauser und Stefan Kreiler die passenden Klänge zu den Weinproben des Meckenheimer Handrichshofs verbreitet.

Unter den Festgästen weilte auch eine gut gelaunte Abordnung der befreundeten Feuerwehr aus Oberwang in Oberösterreich.

mmü

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