Erneuter Ausbau der Anlage geplant

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Prien - Einen erneuten Ausbau ihrer Anlagen in Prien plant die Solargesellschaft "Strom vom Schuldach". Jetzt wurden dafür die Weichen gestellt.

In der Gesellschafterversammlung haben die Anteilseigner die Weichen für eine Erweiterung im nächsten Jahr gestellt.

Die Geschäftsführer Herbert Langmann und Anton Stefanutti berichteten von einer sehr erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft. So habe man mit dem letzten Bauabschnitt die Grenze 100 Kilowattpeak überschritten. Auf einer Fläche von zirka 800 Quadratmetern können nach Angaben der Geschäftsführer jährlich mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

Die Module befinden sich auf den Dächern der Franziska-Hager-Schule, der Waldorfschule und auf dem Trachtenstadel in Atzing. Zu ihrer Finanzierung waren 400.000 Euro notwendig, die 120 Gesellschafter aufbrachten.

Langmann berichtete, dass die Gesellschaft in den letzten drei Jahren mehr als die Hälfte der gesamten Anlage gebaut habe, obwohl der Staat die Einspeisevergütung von ursprünglich 57,4 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2004 auf heute 28,74 Cent gesenkt habe.

Anhand von Berechnungen zeigte Langmann den Gesellschaftern, dass Investitionen in die Fotovoltaik heute genau so rentabel seien wie im Jahre 2004, als die Einspeisevergütung noch so hoch gewesen sei. Denn seitdem seien die Kosten für eine etwa zehn Quadratmeter große Anlage mit einem Kilowattpeak von etwa 6000 auf zirka 2300 Euro gesunken. Der jährliche Ertrag pro 1000 Euro Gesellschaftseinlage liege konstant bei etwa 100 Euro.

Durch das Energieeinspeisegesetz von 2004 wird die Einspeisevergütung auf 20 Jahre zugesichert. Das Argument vieler, die gesunkene Einspeisevergütung mache die Fotovoltaik unrentabel, widerlegte Langmann. Auch wenn sich die Einspeisevergütung dem normalen Strompreis von derzeit zirka 22 Cent pro Kilowattstunde annähere, werde sich an dieser Situation nicht viel ändern. Denn die Investitionskosten werden laut dem Geschäftsführer weiter sinken und die Qualität beziehungsweise der Wirkungsgrad der Solarmodule wird steigen.

Anton Stefanutti, selbst Kommunalpolitiker, beleuchtete von seinem Standpunkt aus die politische Situation in Deutschland. Der beschlossene Atomausstieg bis 2022 realisiere sich nicht von selbst. Im vergangenen Jahr konnte Stefanutti keine überzeugenden Anstrengungen der Politik erkennen, dieses Ziel zu erreichen. Er forderte deshalb die Gesellschafter und die Bürger auf, selbst aktiv zu werden.

Die Gesellschafter befürworteten auf der Versammlung eindeutig den weiteren Ausbau der Anlage im kommenden Jahr und stellten den ökologischen Wert der gesamten Anstrengungen in den Vordergrund. Ab sofort können deshalb wieder Gesellschaftsanteile in Höhe von je 1000 Euro erworben werden. Als besonderer Anreiz für weitere Beteiligungen gilt: Wer bis 31. Dezember 2011 eine verbindliche Beteiligungserklärung abgibt und die Gesellschaftseinlage spätestens bis Ende März 2012 einbezahlt, wird voll am Gewinn für 2011 und 2012 beteiligt.

Weitere Auskünfte gibt Herbert Langmann unter Telefon 08051 / 1382. Zu erreichen ist er auch per E-Mail unter herbert.langmann@t-online.de.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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