Regierung von Oberbayern bestätigt Förderzusage

Erste Projekte laufen an

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Prien - Jetzt ist es amtlich: Die Regierung von Oberbayern hat den Markt Prien in das Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen.

Erwarten kann die Gemeinde eine Fördersumme von 1,4 Millionen Euro, verteilt auf drei Jahre. Das habe am vergangenen Dienstag der Leitende Baudirektor der Behörde, Dr. Hubert Schmid, bestätigt, erklärte Bürgermeister Jürgen Seifert in der Sitzung des Marktgemeinderats. Gemeinsam mit Laurentius Fischer von der gemeindlichen Bauverwaltung und dem beauftragten Architekten Eberhard von Angerer seien in dem Abstimmungsgespräch zum "Sanierungskonzept Prien" weitere Schritte vereinbart worden.

Zu diesem Termin hatte die Marktgemeinde zuvor ihre Hausaufgaben gemacht, basierend auf dem Dezember-Beschluss des Gemeinderats (wir berichteten). Einstimmig war das Gremium dem Vorschlag der Bauverwaltung gefolgt, als vordringlichste Maßnahmen anzumelden "einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb zur Neuordnung des Bahnhofsareals, die neue Gestaltung des Heimatmuseumsumfeldes sowie die Beauftragung eines Verkehrsplaners zur Erhebung von Daten, die auch beim städtebaulichen Wettbewerb Bahnhofsumfeld berücksichtigt werden sollen". Weiteres Ziel solle die Verkehrsuntersuchung im Ortskern sein.

Architekt von Angerer stellte in der jüngsten Ratssitzung nochmals heraus, dass die Behörde sich beeindruckt gezeigt habe von den Planungszielen der Gemeinde und dem Zusammenwirken von Ratsgremium, Bauverwaltung, Bürgermeister und Arbeitskreisen mit Bürgerbeteiligungen. Jetzt gelte es, die entsprechenden Anträge zu stellen, um die ersten konkreten Maßnahmen noch in diesem Jahr umsetzen zu können.

Um schnellstmöglich mit der Umgestaltung des Heimatmuseumumfeldes beginnen zu können, werden jetzt die Planungen konkretisiert und die Kosten kalkuliert. Gibt der Gemeinderat grünes Licht, geht ein entsprechender Förderantrag an die Regierung von Oberbayern.

Ähnlich das Prozedere für das Projekt "Bahnhofsumfeld": Hier sollen in der kommenden Woche zunächst weitere Gespräche mit der Bahn wie auch mit betroffenen Grundeigentümern geführt werden. Außerdem werden die möglichen Planungskosten der Realisierungsmaßnahmen recherchiert, von deren Höhe es abhängt, ob das Auftragsvolumen sogar europaweit ausgeschrieben werden muss. Über die Ergebnisse habe dann der Marktgemeinderat zu befinden. Er rechne damit, dass im späten Frühjahr der städtebauliche Wettbewerb beginnen könne, sagte von Angerer.

Auf den Weg gebracht wird auch eine Studie zur "Feinuntersuchung der Parkraumbewirtschaftung" im Ort. Geprüft werden soll hierbei, in welchem zentrumsnahen Bereich - zum Beispiel Hochriesstraße oder Wendelsteinstraße - sich ein Parkhaus realisieren lässt unter Berücksichtung einer optimalen Verkehrsführung.

Es gehe dabei noch nicht darum, den Standort zu fixieren, erklärte Bürgermeister Jürgen Seifert. Von Angerer verwies in diesem Zusammenhang auf die Forderungen der "PrienPartner" nach neuen Parkflächen im Ortszentrum. Zudem habe der Arbeitskreis (AK) Ortsentwicklung unter ehrenamtlicher Leitung von Professor Wedig Pridik, Wahlpriener und früherer Städtebaufachmann, in seinem Konzept ein Parkhaus mit 150 Stellplätzen auf dem Areal südlich der Sparkasse vorgeschlagen (wir berichteten wiederholt).

Integriert im ersten Maßnahmenkatalog - als Vorgabe des Förderprogramms - ist auch die Erstellung eines Gutachtens, das die Ist-Situation des Einzelhandels in der Marktgemeinde durchleuchten soll.

Der Gemeinderat gab geschlossen grünes Licht für die weitere Vorgehensweise. Außerdem beauftragte das Gremium die Verwaltung, mit von Angerer einen Beratervertrag abzuschließen bei einer Deckelung der jährlichen Honorarhöhe von 10000 Euro.

ul/Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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