Erste Schilder bestellt

Prien (CH-Z) - Im Winter soll der Priener Schilderwald ausgedünnt werden und ein neues Gesicht bekommen. Voraussichtlich nach den Christkindlmärkten wird damit begonnen, die ersten Tafeln auszuwechseln beziehungsweise zu entfernen.

Einen Teil der 530 Hinweistafeln hat die Priener Tourismus GmbH (PTG) mittlerweile bestellt.

Jahrelang wurde immer wieder über den ausufernden Schilderwald diskutiert. Durch das EU-Förderprogramm "Leader" kam das Vorhaben dann in Bewegung. Die Priener Tourismus GmbH (PTG) entwickelte ein Konzept, das inzwischen alle kommunalpolitischen Gremien durchlaufen hat. Zentrales Ziel ist neben einer Verringerung der Zahl von Hinweistafeln vor allem ein einheitliches und somit leicht durchschaubares, schlüssiges Erscheinungsbild.

Drei Farben werden das Bild bestimmen: 180 grüne Tafeln werden Wanderern die Wege weisen, 350 so genannte Flügelschilder (also solche, die mit Richtungspfeil versehen zum Beispiel an Pfosten von Verkehrsschildern montiert werden) zeigen, wo es zu öffentlichen Einrichtungen lang geht.

Gewerbebetriebe haben die Möglichkeit, Kunden und solche, die es werden sollen, mit höchstens zwei braunen Wegweisern zu leiten. Die Unternehmen müssen ihre Schilder selbst bezahlen. Bisher haben laut PTG-Geschäftsführer Ferdinand Reb 80 Firmen Bedarf für 160 Schilder angemeldet.

In der Summe wird sich die Zahl der Tafeln nach Abschluss der Umstellung voraussichtlich von 700 auf rund 530 verringern.

Zentrale Bedeutung im Gesamtsystem kommt so genannten Ortsbegrüßungstafeln zu. Sie sollen 2010 an wichtigen Einfallstraßen platziert werden, und zwar dort, wo heute bereits Parkbuchten vorhanden sind, an denen Ortsunkundige stehen bleiben können, um sich zu orientieren. Denn auf diesen großflächigen Tafeln sollen auch Ortspläne abgebildet werden.

Ein wichtiger Baustein des Konzepts sind außerdem so genannte Standschilder - Konstruktionen aus Doppelpfosten, an denen mehrere Hinweistafeln untereinander angebracht werden können. Sie sind bei Bedarf nachrüstbar. Solche Standschilder sind an folgenden Standorten vorgesehen: zwei am Marktplatz, je eines an der Ecke Hochries-/Seestraße sowie Bernauer/Hochriesstraße, in Stock, an der Bernauer Straße nahe der Waldorfschule und in der Hallwanger Straße an der Abzweigung in die Osternacher Straße. Die PTG hat in ihrer Liste auch schon Schilder für den künftigen Kreisel an der Ortseinfahrt aus Richtung Rimsting und Frasdorf berücksichtigt.

Derzeit kalkuliert Ferdinand Reb mit Kosten von 22.000 Euro, die Hälfte davon wird aus "Leader"-Fördergeldern bezahlt.

Dirk Breitfuß (Chiemgau-Zeitung)

Rubriklistenbild: © pa

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