Fassade der Schule wird jadegrün

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Der Südtrakt der Franziska-Hager-Schule ist komplett eingerüstet. Dort wird die Fassade zuerst saniert. Die übrigen Gebäude kommen danach dran.

Prien - Dass die Franziska-Hager-Schule ihr Gesicht verändert, ist jetzt auch für Nicht-Schüler und -lehrer offensichtlich.

Bis vor Kurzem hatte sich die energetische Generalsanierung fast ausschließlich im Innern abgespielt. Seit einigen Wochen zieht sich nun ein Gerüst um den großen Südtrakt. Die Fassade wird gedämmt und optisch umgestaltet.

Vom Charme der 70er-Jahre wird am Ende nicht mehr viel zu sehen sein. Die dunklen Holzverkleidungen verschwinden Stück für Stück. In helles Lärchenholz werden künftig die neuen Löcher in den Außenwänden integriert, über die der Austausch des neues Belüftungssystems erfolgt. Verbrauchte Luft wird ins Freie geleitet, frische dafür in die Klassen- und Fachräume. Je nach Bedarf kann sie im Winter auch erwärmt werden.

Im Innern läuft zurzeit der vierte von sieben Bauabschnitten, in denen rund 60 Klass- und Fachräume von Grund auf erneuert werden. - Böden, Decken, Leuchten, Tafeln und Türen werden sukzessive ausgetauscht sowie Sanitäranlagen Stockwerk für Stockwerk erneuert.

Für die Hauptschule ist die jetzige Phase, die bis zu den Pfingstferien vollendet werden soll, "die härteste", weiß Rektor Hans-Joachim Reuter. In sieben Klassenzimmern haben die Handwerker zurzeit das Sagen. Vier Klassen haben vorübergehend in Containern Unterricht, zwei weitere in den Physik- und Chemiesälen sowie eine im Religionszimmer der Grundschule. Trotz aller zwangsläufigen Auswirkungen äußerte sich Reuter im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung voll des Lobes über die Organisation der Baustelle parallel zum laufenden Schulbetrieb durch Christian Fellner, den Leiter der gemeindlichen Bautechnik, und den örtlichen Bauleiter Hans Jahn.

Der hat Tag für Tag ein waches Auge darauf, das Zusammenspiel von derzeit 22 verschiedenen Firmen zu koordinieren. Auch beim Rundgang mit der Redaktion dieser Tage kam alle paar Meter ein anderer Handwerker um die Ecke, um eine gerade aktuelle Detailfrage abzusprechen.

Sehr intensiv haben sich die Verantwortlichen auch mit der künftigen Farbgebung der Fassade auseinandergesetzt. An einer Wand des Südtrakts wurden quadratmeterweise sieben verschiedene Farbtöne aufgetragen - erst dann bekam "Jadegrün" den Zuschlag.

Zuvor werden die Außenwände mit einer 16 Zentimeter dicken Schicht aus Mineralwolle verkleidet, bevor sie dann verputzt werden. Auch das soll helfen, Energie einzusparen. Insgesamt werden bis in den Spätsommer 3200 Quadratmeter Fassadenfläche so behandelt.

Die Rahmen der bereits eingebauten neuen Türen zum Pausenhof sind in Orange gehalten - um einen optischen Anhaltspunkt zu geben, wo es rein geht in die Hagerschule. Am Haupteingang steht der Austausch der Türen noch bevor. Dort wird auch noch ein neues, größeres Vordach entstehen.

Bereits in den Sommerferien 2009 waren als erster Schritt der auf 9,5 Millionen Euro veranschlagten Gesamtmaßnahme (etwa die Hälfte ist über Fördergelder gedeckt) die Scheiben der weit über 400 Fenster ausgetauscht worden. Jetzt werden Schritt für Schritt die bisher froschgrünen Lackierungen der Rahmen poliert und neu lackiert.

Bisher liegen die Arbeiten im Zeit- und sogar unter dem Kostenplan. Zwar sind noch nicht alle Einzelaufträge vergeben, aber zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, als würde die energetische Generalsanierung günstiger als ursprünglich gedacht.

Von Dirk Breitfuß/Chiemgau-Zeitung

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