Wer feiert, muss zahlen

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Bernau - Bislang hat sich die Gemeinde Bernau immer großzügig gezeigt und nichts verlangt. Jetzt bittet sie die Veranstalter zur Kasse.

 Wer auf dem Festplatz an der Gaststätte "Badehaus" in Felden feiert, der muss künftig in seine Tasche greifen. Einstimmig hat der Gemeinderat eine Gebührenordnung aufgestellt.

Der Festplatz im Chiemseepark Felden ist beliebt: Er ist gut erreichbar, seine Lage in der Nähe des Chiemsees einladend. Immer wieder einmal hat in der Vergangenheit ein Gastronom oder auch ein Verein ein Country- oder ein Sommerfest veranstaltet. Die Gemeinde - ihr gehört der Grund und Boden - drückte stets ein Auge zu. Zum Nulltarif überließ sie ihnen den Platz. Jetzt ist Schluss damit. "Wir wollen Ordnung haben", begründete Bürgermeister Klaus Daiber die Erhebung von einheitlichen Gebühren.

Und so hoch sind die Sätze, die ab sofort zu bezahlen sind: Ein Verein, egal ob aus Bernau oder einer anderen Gemeinde, zahlt pro Tag für die Nutzung des gesamten Festplatzes 50 Euro. Einheimische kommerzielle Veranstalter müssen 100 Euro berappen, auswärtige 120 Euro. Für die Nutzung der Toilettenanlage sind pro Tag stets 50 Euro zu begleichen, Strom, Wasser und Abwasser werden nach dem jeweils gültigen Tarif abgerechnet. Die "Sicherheitswache" - der Parkplatzdienst durch die Feuerwehr - kostet je Stunde 12,20 Euro. Nach wie vor in Erwägung zieht die Kommune eine energetische Sanierung vom Haus des Gastes. Abgelehnt hat jetzt der Gemeinderat einen Antrag von Alexandra Pawlitzek (Überparteiliche Wählergemeinschaft), die Renovierungsmaßnahmen auszusetzen. Unter anderem hatte sie gefordert, noch so lange zu warten, "bis der endgültige Standort des Rathauses und der Touristinfo geklärt ist". Sollte das Rathaus doch an der Stelle des "Seilerhäusls" errichtet und dann ein Verbindungsbau geschaffen werden, so könnte die Sanierung vom Haus des Gastes "zweckgebunden einhergehen". Bürgermeister Daiber konnte dem Antrag jedoch nichts abgewinnen und sagte, dass die Ausschreibung der Arbeiten bereits im Gange sei.

Was die neuen Fenster betrifft, so sieht das Gremium jetzt aber noch einmal Gesprächsbedarf. Hatte sich das Gremium ursprünglich auf Holzfenster, die weiß gestrichen werden, festgelegt, so wollen die Räte nun abwägen, ob vielleicht doch Kunststofffenster besser sind. Der Rathauschef möchte, wie er sagte, in der nächsten Sitzung endgültig eine Entscheidung herbeiführen.

Wie angekündigt, erschließt die Kommune in diesem Jahr das neue Baugebiet nördlich der Kreuzstraße. Der Gemeinderat beauftragte jetzt ein Planungsbüro mit der Ausschreibung. In dem Baugebiet, das knapp ein Dutzend Parzellen vorsieht, liegen auch einige Grundstücke, die die Gemeinde zu einem günstigen Preis an Einheimische abgibt. Weitere Auskünfte gibt's im Rathaus, Telefon 08051/ 80080.

pü/Chiemgau-Zeitung

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