Fest bunt wie das Leben

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Im kleinen Kurpark hinter dem Haus des Gastes steht diese Büste von Sebastian Kneipp.

Prien - Vor 50 Jahren erhielt Prien die Anerkennung als damals einziger Kneippkurort in Oberbayern. Und dieser Status gilt noch heute, weshalb in der Marktgemeinde groß gefeiert wird.

Das exakte Jubiläumsdatum ist zwar der 28. November 1960, aber so lange wollten die Organisatoren nicht warten. Zum einen wegen der Gäste, die ihren Berg- und Wanderurlaub jetzt im Frühherbst gerne hier verbringen, zum anderen wegen des oft ruppigen Novemberwetters. Deshalb wird das Jubiläum am Samstag, 11. September, gefeiert.

Im Haus des Gastes beginnt der Festakt um 14 Uhr, musikalisch eingeleitet von der Priener Blaskapelle. Landfrauen aus dem Ort backen Süßes und Salziges als Begleitung zu Mildem und Hochprozentigem vom Obst- und Gartenbauverein.

Ferdinand Reb, Geschäftsführer der Priener Tourismus GmbH (PTG), führt kurz in das Programm ein und Bürgermeister Jürgen Seifert, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, begrüßt Gäste und Akteure.

Nach einem kurzen Rückblick auf die damaligen Geschehnisse rund um die Ernennung wird er die Bedeutung von "Kneippen in Prien" beleuchten, ein Motto, unter dem mit Blick auf das Jubiläum Einiges neu eingerichtet wurde. Grußworte werden folgen vom Vorstand des hiesigen Kneippvereins und vom Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Kneippkurorte und Heilbäder.

Danach kommen die Erfahrungen und Lehren von Sebastian Kneipp zu Wort.

Gegen 15 Uhr machen sich die Gäste und Akteure auf den Weg durch das Eichental. Vertreter aus Priener Gesundheitszentren werden an unterschiedlichen Standorten in kurzen Referaten auf die Inhalte der Kneippschen Lehren - Bewegung, Wasser, Kräuter, Ernährung und Lebensordnung - eingehen und erklären, wie diese in das tägliche Leben einfließen können.

Der neu gestaltete Barfußweg wird offiziell eröffnet und eine Hinweistafel auf den "Priener Kneippweg" enthüllt, stellvertretend für vier weitere Tafeln, die in den nächsten Tagen an den unterschiedlichen Priener Kneippeinrichtungen aufgestellt werden.

Da Kneippen und Bewegung an der frischen Luft hungrig und durstig macht, richtet die Priener Wirte-Elf für die Rückkehrer und neu hinzugekommene Gäste gegen 17.30 Uhr ein Buffet mit Köstlichkeiten, von Kneipp inspiriert. Hier fehlt weder der Fisch in Safransauce mit Graupenrisotto noch das Schweinslendchen in Heu gedünstet mit Rosmarinkartoffeln. Karottenkuchen und Haselnusscreme bilden die süße Abrundung.

Die Pfarrer Bruno Fink und Karl-Friedrich Wackerbarth feiern mit den Gästen um 18 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, bei dem sie in Worten und Bildern Kneipp auf den Spuren sind.

re/Oberbayerisches Volksblatt

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