Fest wird abgespeckt

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Andrea Haupt und Brigitte von Lindt (von links) bei ihrem gekonnten "Sissi"-Auftritt.

Gstadt - Der Bürgermeister zog angesichts der mangelnden Resonanz als Resümee, beim nächsten Kultursommer nur noch eine Veranstaltung im Zelt anzubieten.

Der zwölfte Gstadter Kultursommer ist zu Ende. Angesichts der Landesausstellung "Götterdämmerung - König Ludwig II. und seine Zeit" auf der benachbarten Herreninsel stand er heuer ganz im Zeichen des "Kini".

Besonders nachhaltig in Erinnerung bleiben die Schüler-Kunstprojekte im Naturpark Hofanger, die auch weiterhin zu besichtigen sind - je nach Witterung bis in den Spätherbst hinein. Und so prangen in dem zum königlichen Park umgestalteten Hofanger noch für eine Weile die großformatigen humorvoll-ironischen und farbenfrohen Figuren und Objekte zum Thema Ludwig II. am Chiemseestrand.

Mit den übrigen drei Veranstaltungen im Kulturzelt auf dem ehemaligen Campingplatz war die Gemeinde als Veranstalter nur teilweise zufrieden, wie es hieß. Ausverkauft war das Zelt bei der bereits dritten Aufführung der beiden Musikkabarettisten Herbert Bachmeier und Stefan Wählt aus Niederbayern "dabertlundi" mit dem brandneuen Programm "Ois für d`Katz" in Gstadt.

Wesentlich mehr Besucher hätte sich die Gemeinde indes vom Auftritt des bekannten Wolfsburger Figurentheater "Compagnie" erwartet. Nur rund 50 Gäste verfolgten das Stück "Sissi und Ludwig II. - Nichts als die Wahrheit". Wer aber gekommen war, der war vom Schauspiel mit Schatten- und Tischfiguren der beiden Darstellerinnen Andrea Haupt und Brigitte von Lindt hellauf begeistert.

Besonders enttäuscht zeigte sich Bürgermeister Bernhard Hainz vom König-Ludwig-Abend, der eigentlich Höhepunkt des Kultursommers sein sollte und dessen Erlös der Björn-Schulz-Stiftung in Mitterndorf zugutekommt. Wiederum nur an die 50 Besucher ließen sich vom Gemeinderat bewirten, während der Münchner Schauspieler und Kabarettist Sebastian Knözinger mal Heiteres, mal Besinnliches aus Briefen und Texten von und über den Bayernkönig vortrug - so vom jüngeren Ludwig mit Briefen an seinen Cousin, vom Älteren an seinen letzten Vertrauten Hesselschwerdt und von Schilderungen von Ludwigs Hofkoch Theodor Hierneis. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Geschwister Ettenhuber sowie die Musikanten Hannes Ettenhuber und Karl Wastl. Begeistert war das Publikum vom Auftreten der drei Ettenhuber Buben aus Gollenshausen mit lustigen Gstanzl über König Ludwig II.

Der Bürgermeister zog angesichts der mangelnden Resonanz als Resümee, beim nächsten Kultursommer nur noch eine Veranstaltung im Zelt anzubieten. Allerdings stand das Zelt auch den Ortsvereinen zur Verfügung und war somit schon drei Mal gut gefüllt: bei der Aufführung der Theatergruppe des Trachtenvereins, des Gesangvereins und für ein Dorffest der Gstadter Feuerwehr. Dies wird sich auch für die letzte Veranstaltung, dem Weinfest des Schützenvereins am morgigen Samstag um 19 Uhr erhofft, zumal der Eintritt frei ist.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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