Festtag für das ganze Dorf

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Pfarrer Peter Bergmaier segnet das neue Fahrzeug.

Gollenshausen - Die Weihe des neuen Einsatzfahrzeuges der Löschgruppe Gollenshausen, die zur Feuerwehr Gstadt gehört, war ein Festtag für das ganze Chiemseedorf.

Nach einem Festgottesdienst im Pfarrgarten führte ein Festzug mit den benachbarten Wehren zum Gemeindehaus. Dort erhielt das neue Fahrzeug seinen kirchlichen Segen.

Bürgermeister Bernhard Hainz (rechts) übergab symbolisch den Schlüssel an Kommandant Sepp Frank.

Die Fahnenabordnungen der benachbarten Feuerwehrvereine von Breitbrunn, Gstadt, Eggstätt, Seebruck und der Fraueninsel gruppierten sich um den geschmückten Feldaltar. In seiner Predigt dankte Pfarrer Peter Bergmaier den Wehren für ihre Bereitschaft, Menschen vor Not und Unglücken zu bewahren. "Vergelte es Gott, was ihr in vielen Stunden eurer Freizeit für eure Mitmenschen Gutes tut. Ihr tut damit auch einen Dienst an Christus selbst."

In einem Festzug zogen die Feuerwehr- und die Ortsvereine von Gollenshausen mit der Musikkapelle Seebruck die Dorfstraße entlang. Anschließend erhielt das geschmückte Feuerwehrfahrzeug vom Geistlichen die kirchliche Weihe.

Der Vorstand des Feuerwehrvereins Gollenshausen, Georg Anderl, erinnerte in seiner Ansprache daran, dass das Dorf vor 30 Jahren in Bezug auf das Feuerlöschwesen noch "völliges "Brachland" gewesen sei. 1983 lebte zwar die aktive Feuerwehr in Form einer Löschgruppe wieder auf, zu den Einsätzen musste sie aber mit einem umgebauten Werkstattanhänger fahren, der noch dazu von einem Bulldog gezogen werden musste.

Erst als in Gollenshausen das neue Gemeindehaus gebaut und für die Feuerwehr eine eigene Garage geschaffen wurde, änderte sich Entscheidendes. Ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug aus Ostfriesland - mittlerweile 30 Jahre alt - wurde 2003 angeschafft. Es sei jetzt durch ein modernes und allen Ansprüchen genügendes Tragkraftspritzenfahrzeug ersetzt worden. Seit der Auslieferung im Mai habe es schon drei Einsätze absolviert.

Gstadts Bürgermeister Bernhard Hainz übergab die Schlüssel für das neue Fahrzeug symbolisch an die beiden Kommandanten Sepp Frank und Christian Summerer. Auf die Finanzierung mit Kosten von 150000 Euro einschließlich der Ausrüstung ging Hainz besonders ein. Die Gemeinde habe auf eine staatliche Förderung, die 18000 Euro betragen hätte, bewusst verzichtet, um den Ausbau nach ihren Vorstellungen vornehmen zu können. So sei jetzt Platz für neun Mann der Löschgruppe statt der vorgeschriebenen sechs Mann.

Der Bürgermeister legte auch Wert auf die Feststellung, dass das Fahrzeug nicht von einer der unter der Bezeichnung "Feuerwehr-Kartell" ins Gerede gekommenen Firmen, sondern von einem Unternehmen aus Tirol ausgebaut worden sei.

"Ich bin auf euch stolz", rief der Bürgermeister "seinen" Feuerwehrlern zu. Mit je 40 Mann in den Löschgruppen in Gstadt und Gollenshausen sei diese auch personell bestens ausgerüstet.

Auch die beiden Kommandanten Frank und Summerer betonten die moderne Ausrüstung des Fahrzeuges, unter anderem mit Allradantrieb und Löschkreiselpumpe. "Es ist so geworden, wie wir alle wollten", freute sich Frank.

Glückwünsche zum neuen Fahrzeug sprachen Kreisbrandmeister Manfred Gierlinger im Namen der Kreisbrandinspektion, Ludwig Wörndl vom Patenverein Eggstätt und ein Vertreter der Ausbaufirma Empl in Kaltenbach (Tirol) aus. Mit der Bayernhymne wurde die Feierstunde beendet. Bei einem gemütlichen Beisammensein der Dorfgemeinschaft wurde das neue Fahrzeug noch ausgiebig gefeiert.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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