2,2 Millionen Euro aus Konjunkturpaket II

Förderbescheid für Schule übergeben

Ulrich Böger, Vizepräsident der Regierung von Oberbayern (links), übergibt den Förderbescheid zur energetischen Sanierung der Franziska-Hager-Schule an Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzenden Jürgen Seifert. Foto hö

Prien - Einen Förderbescheid über genau 2187500 Euro hat Regierungsvizepräsident Ulrich Böger im Rathaus an Bürgermeister Jürgen Seifert übergeben. Das Geld kommt aus dem Konjunkturpaket II.

Die Regierung von Oberbayern fördert mit diesem Zuschuss aus Mitteln des Bundes und des Freistaates die energetische Sanierung der Franziska-Hager-Schule. Die Außenwände, Speicher- und Kellerdecken sowie die Turnhallendecke sollen gedämmt sowie die Fenster und Glasfassaden ausgetauscht werden.

Ferner wird in allen Klassenzimmern und Fluren die Beleuchtung ebenso erneuert wie die Sanitäranlagen und ein Aufzug sowie eine dezentrale Lüftungsanlage eingebaut.

Die "Strom fressenden" Nachtspeicheröfen werden zunächst durch eine Gasheizung ersetzt, die später den Spitzenbedarf abdecken soll, der durch das geplante gemeindliche Biomasseheizkraftwerk nicht gedeckt werden kann. Die Schule soll an diese Anlage angeschlossen werden.

Seifert bezeichnete die Förderung aus dem Konjunkturpaket als "Initialzündung" für die auf 9,5 Millionen Euro veranschlagte Generalsanierung der Hager-Schule, die der Hauptschulverband vor einer Woche einstimmig beschlossen hatte (wir berichteten). Dazu werden auch Mittel aus dem so genannten kommunalen Finanzausgleich (FAG) fließen.

Die knapp 2,2 Millionen Euro sind die höchste Fördersumme für eine Einzelmaßnahme im Rahmen des Konjunkturpakets im ganzen Landkreis Rosenheim. Seifert lobte ausdrücklich Bauamt und Kämmerei, die praktisch über Nacht einen Förderantrag zusammengestellt hatten, als das Förderpaket des Bundes aufgelegt worden war.

Inzwischen sind die ersten drei Gewerke bereits vergeben beziehungsweise die Arbeiten im Gange. Prien dürfte damit zu den ersten Kommunen im Freistaat zählen, die mit der Umsetzung der Fördermaßnahmen begonnen hat. "In zwei Jahren hat diese Schule ein ganz anderes Gesicht", zeigte sich der Bürgermeister mit Blick auf das Gesamt-Sanierungspaket überzeugt.

Nach Berechnungen von Fachleuten wird die Schule nach Abschluss der Gesamtmaßnahme 60000 Euro weniger Energiekosten jährlich haben und pro Jahr 600 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Umwelt abgeben als heute. db

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