Förderverein hat zehn Jahre Gutes getan

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Übersee - Der Förderverein für die Grund- und Hauptschule ist zehn Jahre alt. Jährlich stellt er rund 15.000 Euro für Schulförderprojekte und soziale Unterstützungsmaßnahmen zur Verfügung.

In der Jahresversammlung gab es viel Lob. Ohne viel Aufhebens oder große Feier ging das "Zehnjährige" des Fördervereins vorüber. Finanzielle Größenordnungen wies Vorstand Franz Holzner in der Jahresversammlung in der Schulaula aber zurück: "Wir sind kein buchhalterischer Verein, sondern wollen die Seele zum Schwingen bringen. Geld spielt dabei keine Rolle."

Die Anwesenheit von Bürgermeister samt Stellvertreter, Gemeinderäten, den beiden Pfarrern, dem Elternbeirat sowie dem Schulleiter und seinem Nachfolger zeigte die hohe Wertschätzung, die der rund 90 Mitglieder starke Verein genießt. "Das soziale Netzwerk in Übersee wird immer stärker, und der Förderverein ist dabei eine tragende Säule", sagte Erika Stefanutti, Gemeinderätin, Jugendbeauftragte, Familienhelferin und Vorsitzende des Helferkreises.

In seinem Rückblick auf 2010 ging Vorstand Holzner vor allem auf die Einnahmequellen ein. So sei die Er-folgsgeschichte des "Chiemgauers" weitergegangen und habe sich mit Provisionseinnahmen von rund 200 Euro monatlich zur größten Einnahmequelle des Vereins gemausert. Annähernd gleich viel spült der Jahreskalender mit den im Schulunterricht entstandenen Bildern und der Werbung der ortsansässigen Firmen in die Kassen.

Auf Spendenfreundlichkeit stieß unter anderem der sechste Leseabend, der vom Zweiten Vorstand Paul Dorsch ins Leben gerufen worden war. Dem Hauptschullehrer war es auch zu verdanken, dass Pater Dr. Anselm Grün bereits das zweite Mal nach Übersee kam. Sein Vortrag "Gescheitert? - Deine Chance" zog an die 900 Besucher in den "Achental Dom". Kassenzuwächse auch durch den Weihnachtsmarkt, das Doppeljubiläum der Blaskapelle und der Überseer Trachtler (mit Besuch von Landesvater Horst Seehofer).

Wie Schatzmeister Martin Bauhofer in seinem Bericht zusammenfasste, stehe der Verein finanziell gut da. In den letzten Jahren hätten sich die Einnahmen bei etwa 14.000 Euro und die Ausgaben bei 13.000 Euro eingependelt. Bis auf eine "eiserne Reserve" von 20 Prozent der Einnahmen fließe das Geld ausnahmslos in förderungswürdige Schul- und Sozialprojekte.

Für heuer stehen laut Bauhofer und Holzner wieder zirka 15.000 Euro zur Verfügung: Insgesamt etwa 10.000 Euro sind schon in der ersten Jahreshälfte verplant unter anderem für den Sozialfond, Nichtraucherprojekt, Klassenfahrten nach Mauthausen und Abensberg sowie Abschlussfahrt nach Berlin und Schulprojekt "Fit fürs Leben".

Die meiste Förderung wird einer vertieften Berufsorientierung, einem Projekt von Lehrer Dorsch zuteil. Einmal pro Woche erhalten dabei elf Kinder der achten Jahrgangsstufe für anderthalb Stunden zum Beispiel ein Kommunikations-, Telefon- und Selbstbewusstseinstraining, außerdem werden Rhetorikfertigkeiten erarbeitet.

Schulleiter Hans Aderbauer, der zum 31. Januar 2012 in Rente geht, nutzte die Ge-legenheit, seinen Nachfolger vorzustellen. Bernhard Benoist ist zur Zeit noch Konrektor an der Volksschule in Chieming. Er tritt seinen Dienst in Übersee zwar erst am 1. Februar an, wird seinem Vorgänger aber schon jetzt gelegentlich "über die Schulter schauen".

vd/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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