Thema Energie: Fragebogen gibt Rätsel auf

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Um sich ein Bild zu machen, welche Arten von Energie und Einsparmöglichkeiten die Bürger nutzen, wurde an alle Haushalte ein Fragebogen verschickt.

Rimsting - Um zu sehen, welche Arten von Energie und Einsparmöglichkeiten die Bürger nutzen, schickte die Gemeinde an alle Haushalte einen Fragebogen. Dieser gibt nun Rätsel auf.

Die "Energieautarkie für Rimsting" hat sich die Gemeinde zum Ziel gesetzt. Um sich ein Bild zu machen, welche Arten von Energie und Einsparmöglichkeiten die Bürger nutzen, wurde an alle Haushalte ein Fragebogen verschickt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung kritisierten Johann Nußbaum und Dr. Fritz Hornschuch (beide UWG) diesen Bogen. Bei über 30 Fragen sei es sehr kompliziert, ihn auszufüllen.

Eine parteiunabhängige Arbeitsgruppe von engagierten Bürgern wolle mit Unterstützung der Gemeinde die "Energieautarkie" von Rimsting vorantreiben, erinnerte Bürgermeister Josef Mayer an die Entstehung des Bogens. Damit sollte der Energiebedarf ermittelt werden, um ein sinnvolles Gesamtkonzept darstellen zu können.

"Nach einer Stunde Bearbeitung habe ich es aufgegeben. Die Bürger werden damit nur belästigt, damit sich ein paar wichtig machen", schimpfte Nußbaum. So werde beispielsweise nach dem Kesselwirkungsgrad der Heizung, der Dachfläche in Quadratmetern und der Dachneigung gefragt.

SPD-Gemeinderat und Arbeitsgruppenmitglied Thomas Friedrich hielt dem entgegen, dass sein 87-jähriger Schwiegervater ihm alle Fragen über sein Gebäude sofort habe beantworten können.

Nußbaum machte den Vorschlag, eine Erhebung nach dem Stichprobenverfahren durchzuführen. Dafür würden 30 Häuser genügen.

Der Bürgermeister meinte, man solle "den Fragebogen erst einmal laufen lassen". Die überparteiliche Arbeitsgruppe wolle etwas auf den Weg bringen, was auch im Sinne der Gemeinde sei. Der Fragebogen sei zusammen mit der Fachhochschule Rosenheim ausgearbeitet worden. Der Inhalt sei gegenüber dem ersten Konzept ohnehin schon gekürzt worden, da dieses der Gemeinde zu kompliziert erschienen war.

Es solle jetzt abgewartet werden, wie sich der Rücklauf der Bögen an die Gemeinde entwickle und welche Ergebnisse verwertbar seien. Der Bürgermeister wies auch auf eine Informationsveranstaltung für die Bürger am 26. Mai hin.

th/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser