„Die Beste“ in Bayern

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Freudestrahlend nahm die Priener Delegation mit Rektorin Elisabeth Neuert-Kaiser und Konrektorin Michaela Demmel (Zweite und Dritte von rechts) an der Spitze den Preis als innovativste Grundschule im Freistaat entgegen.

Prien/München - Die innovativste Grundschule Bayerns steht in Prien. Das hat die Franziska-Hager-Grundschule jetzt schriftlich.

Sie hat den ersten Preis beim "i.s.i."-Wettbewerb gewonnen. Die Abkürzung steht für "Innere Schulentwicklung Innovationspreis". Kultusstaatssekretär Marcel Huber verlieh die Auszeichnung in München.

Zum siebten Mal wurde der von der Stiftung Bildungspakt Bayern initiierte Preis verliehen. Prämiert werden Schulen, die sich engagiert dafür einsetzen, konsequent und systematisch die Qualität von Unterricht und Erziehung zu verbessern. "Es geht nicht um vereinzelte Projekte, nicht um besonders spektakuläre Einzelaktionen, sondern darum, ob ein grundsätzlicher Konsens aller für das Schulleben Verantwortlichen besteht, die eigene Schule einer kritischen Betrachtung zu unterziehen und sie voranzubringen", betonte der Staatssekretär beim Festakt in der "FreiHeiz-Halle" in München.

Der Wettbewerb wurde von der Stiftung Bildungspakt Bayern ins Leben gerufen, um Schulen einen Anreiz zu bieten, sich mit anderen zu messen und die eigenen Anstrengungen zu systematisieren und weiterzuentwickeln. Aus dem ganzen Freistaat hatten sich Förder-, Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien sowie berufliche Schulen beworben.

Bei der Preisverleihung lobte Stiftungsvorstand Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der "Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft" (vbw), das Engagement und die Innovationsbereitschaft an Bayerns Schulen: "Wir ziehen bei diesem Thema mit den Schulen an einem Strang. Ziel ist es, die jungen Menschen bestmöglich auf die Lebens- und Arbeitswelt von morgen vorzubereiten. Schulen, die sich kontinuierlich verbessern, sind die Voraussetzung, um Talente individuell und optimal zu fördern."

In den vergangenen Monaten hatten sich die 30 Juroren - Vertreter der Schulaufsicht, der Wirtschaft, der Eltern- und Schülerverbände - vor Ort ein Bild von den nominierten Schulen gemacht. Sie hatten folgende Kriterien im Blick: die Qualität von Unterricht und Erziehung, den Schulentwicklungsprozess und die Identifikation mit der Schule, das Schulmanagement, die Einbeziehung der Schüler, die Zusammenarbeit mit den Eltern, anderen Schulen und Partnern, wie zum Beispiel Unternehmen, sowie die Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

"Die Franziska-Hager-Grundschule hat in allen Bewertungskategorien fast die Höchstpunktzahl erreicht und löste bei der Jury wahre Begeisterungsstürme aus. Ja, so sieht eine innovative, gute Schule aus: Die Schule, von der ich spreche, hat ein Schulentwicklungsprogramm, das sich wie ein roter Faden durch Unterricht und Erziehung zieht. Die konsequente Umsetzung des Konzeptes der ,Sozialwirksamen Schule', mit zahllosen, selbst entwickelten übungen zur Sensibilisierung der Schüler für sich und andere, ermöglicht neben einer effektiven Werteerziehung die Bildung authentischer demokratischer Strukturen. In dieser Schule können Kinder in Ruhe, und das meine ich wörtlich, lernen", lobte der Präsident des Bundes der Selbständigen in Bayern, Professor Fritz Wickenhäuser, der den mit 5000 Euro dotierten Preis an die Priener überreichte.

Fortsetzung auf Seite 14

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