Ausbau der A8 bleibt das große Thema

Frasdorf - Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller legte jüngst ihren Rechenschaftsbericht vor. Klar wurde: Der Ausbau der A8 ist und bleibt für Frasdorf das beherrschende Thema.

"Die Fertigstellung der ersten zwei Vorentwürfe für den Ausbau der Autobahn A8 wird noch in diesem Jahr abgeschlossen. Für den ersten Abschnitt Rosenheim bis östlich Achenmühle liegt der Vorentwurf im Staatsministerium des Innern bereits vor", erklärte Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Frasdorf in der Lamstoahalle.

"Der zweite Vorentwurf für den Abschnitt von Achenmühle bis Bernauerberg ist im Wesentlichen fertig gestellt, er soll noch im Dezember zur Genehmigung weitergeleitet werden." Es sei vorgesehen, der Gemeinde Frasdorf Anfang nächsten Jahres die aktuelle Ausbauplanung vorzustellen und noch offene Fragen aus dem letzten Dialog zu besprechen, so Steindlmüller.

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Der bevorstehende Ausbau der Autobahn A8 bleibt für Frasdorf das große Thema. Die Bürgerinitiative BI - A8 und viele Bürger haben sich mit der Problematik des weiteren Ausbaus beschäftigt und in mehreren Konferenzen entsprechende Vorschläge eingereicht.

Die Themen, die alle Frasdorfer brennend interessieren - Ausbau der Autobahn A 8, Bau der Staatsstraße von Frasdorf Richtung Wildenwart und Erhalt der Frasdorfer Schwimmbades - wurden in der Versammlung ausführlich besprochen.

Gut über 100 Frasdorfer Bürger informierten sich in der Lamstoahalle über die Ergebnisse der Gemeindepolitik des vergangenen Jahres. In ihrem Rechenschaftsbericht gab Marianne Steindlmüller Auskunft über die anstehenden und abgeschlossenen Projekte der Gemeinde.

Der Beginn der Bauarbeiten an der Staatsstraße 2093 zwischen Frasdorf und Wildenwart wird wohl auch im kommenden Jahr nicht wie vorgesehen beginnen. Die vorliegenden Planungen konnten bisher nicht zur allgemeinen Zufriedenheit mit den Grundstücksanliegern besprochen werden. Nach dem Gewinn des "Holterdipolter-Schlagloch-Oscars" für die schlechteste Straße Bayerns kam die Zusage von Innenminister Herrmann, dass ein Teil der Straße bis Mitte nächsten Jahres pünktlich zum Gaufest des Chiemgau-Alpenverbands eine Teerdecke bekommen soll. Zugleich soll die bestehende Planung überarbeitet und die Entwurfsgeschwindigkeit nochmals gesenkt werden, damit den Anliegern eine bessere, verträglichere Ausbauplanung vorgelegt werden könne. Wenn möglich solle ein Planfeststellungsverfahren vermieden werden.

Der Ausbau der Westerndorfer Straße ist abgeschlossen, die Kosten betragen rund 216000 Euro, ebenfalls abgeschlossen wurde der Ausbau der Wendelsteinstraße, hier wurden 217000 Euro verbaut. Die Kosten für den Ausbau des Hinterfeldweges in Mitterreit betragen rund 256000 Euro, einschließlich der Kanalkosten.

"Im kommenden Jahr kann das Frasdorfer Schwimmbad wieder uneingeschränkt genutzt werden", so Steindlmüller. Der Bau der Umkleidekabinen ist abgeschlossen, die Liegewiese jetzt Eigentum der Gemeinde.

Kanalbau geht weiter, Zuschüsse erwartet

Der Kanalbau geht weiter, in den kommenden Jahren sollen nach dem Abwasserkonzept der Gemeinde in drei Bauabschnitten der Sagberg mit seinen Weilern (vorgesehene Kosten 680000 Euro), Ruckerting/Walkerting (430000 Euro) und Stelzenberg/Lochen (382000 Euro) ans Netz genommen werden, die Zuschüsse betragen rund 70 Prozent.

Der Haushalt der Gemeinde bleibe auch zumindest in diesem Jahr noch ausgeglichen, so Steindlmüller. Zahlreiche Investitionen haben die Rücklage dahinschmelzen lassen. Ersatzbeschaffungen für die drei Ortsfeuerwehren und den Bauhof (Unimog 139000 Euro), ein neues Frasdorfer Feuerwehrfahrzeug für 390000 Euro, der Bau der zweiten Kinderkrippe für 620000 Euro, die Kanalbaukosten und die Sanierung des weitläufigen Straßennetzes beanspruchten in den kommenden Jahren das Gemeindesäckel aufs Äußerste. Zwei Drittel der Einnahmen stammen aus dem Anteil an der Einkommenssteuer und der Schlüsselzuweisung, Gewerbesteuer, Grundsteuer und Kanalgebühren brächten den Löwenanteil der weiteren Mittel ein; bei den Ausgaben seien die Kreisumlage, die Personalkosten, die Kosten für den Betriebsaufwand und die gemeindlichen Liegenschaften sowie die Umlagen an andere Träger wie die Schulverbände und den Abwasserzweckverband die höchsten Ausgabeposten im gemeindlichen Haushalt.

Die offizielle Einwohnerzahl von Frasdorf liegt mit 3031 Einwohnern in diesem Jahr deutlich über der 3000er-Marke; laut letzter Meldung des Einwohnermeldeamtes beträgt der Einwohnerstand aktuell 3145 Personen. 14 Frasdorfer Paare (Vorjahr 8) haben geheiratet, die Zahl der Geburten ist mit 30 (17) wieder auf dem bisherigen hohen Stand. Entgegen dem bayernweiten Trend verzeichne Frasdorf jedes Jahr einen Geburtenüberschuss und liege unter allen 2056 bayerischen Gemeinden ganz vorne in der Geburtenstatistik. 15 (12) Personen feierten ihren 80.Geburtstag, vier den 90. und einer sogar den 100.Geburtstag, acht (12) Ehepaare feierten ihre goldene Hochzeit und drei (1) die diamantene Hochzeit. 17(28) Mitbürger - darunter der auch der älteste Einwohner mit 102 Jahren - verstarben während des Jahres.

reh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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